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Weitere Verluste bei den TV-Anschlüssen - trotz MySports

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SuisseDigital hat noch gut eine Million TV-Abonnenten mehr als Hauptkonkurrentin Swisscom.
SuisseDigital hat noch gut eine Million TV-Abonnenten mehr als Hauptkonkurrentin Swisscom.
Die Schweizer Kabelnetze verzeichnen im 2. Quartal 2019 rückläufige Abonnentenzahlen – ausser bei der Mobiltelefonie. Trotzdem investieren sie weiterhin in die Breitbandversorgung und Innovationen.
Beginnen wir zuerst mit der positiven Entwicklung bei Suisse Digital: Ende 2018 wies der Verband der Schweizer Kabelnetze, dem unter anderem auch Übernahmekandidat UPC sowie Quickline angehören, 197.000 Mobiltelefonie-Abonnenten aus. Diese Zahl ist im 1. Halbjahr auf 235.000 Abos angewachsen, ein Zuwachs um 38.000 Abos oder 19.3 Prozent. „Dieses Wachstum in einem gesättigten und für die Kabelnetze relativ neuen Markt werte ich als sehr positiv“, sagt Simon Osterwalder, Geschäftsführer von Suisse Digital. Positiv auch: Der erwähnte Zuwachs vermag gar die Verluste bei der Festnetztelefonie mehr als zu kompensieren. Statt 980.000 Abos bei der Telefonie generell verzeichnen die SuisseDigital-Mitglieder neu 1.011.000 Telefonie-Abos (+8.1%).


Doch damit ist schon fertig lustig: In allen andern Bereichen verzeichnet der Verband teils grössere Rückgänge, auch im Gesamt-Abo-Bestand. Dieser ging im 1. Halbjahr 2019 um 62.000 Abos oder 1.4 Prozent zurück. Den höchsten Verlust musste der Verband ausgerechnet und erneut bei den strategisch wichtigen (digital-)TV-Anschlüssen hinnehmen: Neu zählt er noch 2,165 Millionen Anschlüsse, vor einem halben Jahr waren es noch 2,235 Millionen (-3.1%). Das ist für die Mitgliederfirmen umso ärgerlicher, als sie mit MySports einen teuren TV-Sender betreiben, der offenbar als Köder bei den TV-Abos nur wenig zieht.

Bleibt noch das Breitbandinternet: Hier hat Suisse Digital derzeit noch 1,18 Millionen Anschlüsse, 23.000 oder 1.9 Prozent weniger als vor sechs Monaten.
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