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Der Kabelnetzverband will seine eigene Filterbubble anritzen

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SuisseDigital hat noch gut eine Million TV-Abonnenten mehr als Hauptkonkurrentin Swisscom.
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Am 28. November findet der SuisseDigital-Day in Bern statt, eine Fachtagung des Verbands der Kabelnetzbetreiber. Dieser will sich etwas öffnen – und legt die Tagung deshalb so an, dass der Nachmittag für Aussenstehende ansprechender wird.
Der Vormittag des SuisseDigital-Day läuft - zumindest für Aussenstehende – eher trocken und unverständlich ab: Referate zur "'Tokenisierung' der Medienindustrie" oder zu "Synergiepotentiale unter Kabelnetzunternehmen (KNU) – ein Masterplan" stehen auf dem Programm, ebenso "SDN und NFV sind in aller Munde. Doch was bedeuten diese Technologien und was ist der Nutzen für Netz- und Service Provider?" Das dürfte auch eher eingefleischte Medieninteressierte etwas abschrecken.


Anders sieht es am Nachmittag aus: Hier steht als Erstes ein Referat des Philosophen und Publizisten Richard David Precht über "Eine Utopie für die digitale Gesellschaft" auf der Traktendenliste, gefolgt von einem Vortrag mit dem Titel "Vom Silicon Valley ins Silicon Valais", dann Gedanken zu Video- & Monitoring-Systeme, die den Strassenverkehr revolutionieren sollen, und schliesslich eine Podiumdiskussion.

Diese Zweiteilung der Fachtagung entspricht dem neuen Konzept von SuisseDigital: Gemäss Mitteilung sieht dieses "eine Öffnung der Tagung für die Öffentlichkeit" vor. "Damit einher geht ein Programm, das am Vormittag eher aktuelle Branchenthemen und am Nachmittag eher Themen von öffentlichem Interesse beinhaltet", heisst es in einer Mitteilung. Entsprechend können sich Interessierte für die ganze Tagung oder nur für den Nachmittag anmelden.

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