Suchtprävention

Kampa-Organisatoren ziehen positive "Dry January"-Bilanz

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Mit einer Tasse Eistee statt einem Glas Glühwein sollten sich Schweizer im Januar besser fühlen
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Mit einer Tasse Eistee statt einem Glas Glühwein sollten sich Schweizer im Januar besser fühlen
Etwa eine Million Schweizer haben im vergangenen Januar auf Alkohol verzichtet, jeder zweite Schweizer hat vom "Dry January" gehört. Das vermelden die Suchthilfeorganisationen, die die Auszeitkampagne lanciert haben.

Das Blaue Kreuz, die Innovationsplattform Staatslabor und das Groupement Romand d'Etudes des Addictions (Grea) hatten erstmals in der Schweiz zu einem "Dry January" aufgerufen. Mit den Resultaten ihrer Kampagne zeigen sie sich zufrieden. Denn gemäss einer Umfrage eines externen Befragungsinstituts haben 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Januar bewusst auf Alkohol verzichtet. Drei von vier Schweizern (77%) könnten sich vorstellen, einen Januar lang dem Alkohol zu entsagen.



Unterschiede gab es der Umfrage zufolge zwischen der Deutschschweiz und der Westschweiz. Jeder zweite Westschweizer (52%) trinkt wegen der Corona-Pandemie weniger Alkohol als sonst. In der Deutschschweiz ist es nur jeder Dritte (34%). Landesweit trinken 38 Prozent weniger und 13 Prozent mehr Alkohol als zu gewöhnlichen Zeiten. Der "Dry January" ist in der Westschweiz (62%) deutlich bekannter als in der Deutschschweiz (41%).

Den "Dry January" machten die Organisatoren landesweit mit einer App, einer Website, Postkarten und über Soziale Medien bekannt. Gegen 4000 Menschen meldeten sich auf der Webseite an. Sie erhielten einen Newsletter und nahmen an einem Gewinnspiel teil. Postkarten machten mit Sprüchen wie "Agua Mineral hält dich multilingual" oder "Eistee statt Kopfweh" auf die Kampagne aufmerksam. Sie wurden vom Staatslabor in Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlich arbeitenden Kommunikationsagentur erarbeitet. "Der ,Dry January' setzt auf eine international erfolgreiche Gesundheitskampagne und hat dies mit einem positiven und frischen Erscheinungsbild für die Schweiz adaptiert", kommentiert Alenka Bonnard, Co-Geschäftsleiterin von Staatslabor.

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