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Netflix und Spotify wachsen in der Schweiz

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Moneyland.ch hat die Streaming-Nutzung in der Schweiz untersucht
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Moneyland.ch hat die Streaming-Nutzung in der Schweiz untersucht
In der Schweiz gewinnen Streamingdienste weiter an Bedeutung. 85 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nutzten mindestens ein Angebot. Vor allem Netflix und Spotify legen rasant zu, auch in der Bezahlvariante. Das zeigt eine Umfrage von Moneyland.ch unter 1500 Personen.
Zum zweiten Mal nach 2018 hat das das unabhängige Internet-Portal die Nutzung von 25 Streaming-Diensten in der Schweiz untersuchen lassen. Und es sind vor allem vier Erkenntnisse, die sich aus der Studie ziehen lassen. Auch ohne Corona-Einfluss – die Studie entstand gleich zu Beginn des Jahres – nimmt die Bedeutung der Dienste in der Mediennutzung zu.
Das sind das Rabking bei den Video-Streaming-Diensten
© Moneyland.ch
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Mittlerweile nutzen 85 Prozent der Schweizer ein Angebot. Besonders beliebt ist Youtube.  65 Prozent der Menschen surfen auf der Plattform. Das ist gegenüber 2018 ein Anstieg um vier Prozentpunkte.  Zweite Erkenntnis: An Netflix und Spotify kommt kaum einer vorbei. Nutzten vor zwei Jahren 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Netflix, sind es jetzt mehr als doppelt so viele, genauer 45 Prozent.  Rasant angestiegen ist auch die Zahl derjenigen, die für den Dienst bezahlen, von 13 Prozent auf  30 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung nimmt Spotify. Die Nutzung stieg in den vergangenen zwei Jahren von 13 Prozent auf 35 Prozent an. 16 Prozent der Umfrageteilnehmer zahlen auch für das Angebot.


Dritte Erkenntnis: Die Schweizer Telekom-Anbieter wie Swisscom, Sunrise und UPC hätten der Übermacht der ausländischen Streaminganbieter "wenig entgegenzusetzen", heisst es bei Moneyland.ch. Schwer haben es aber auch Apple, Google und Amazon. Das mag für die heimischen Anbieter ein schwacher Trost sein.
Ranking der Musik-Streaming-Anbieter
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Und es gibt noch ein wichtiges Detail. Sport-Streaming Angebote sind in der Schweiz noch nicht hip. Nur sieben Prozent der Befragten nutzen mindestens ein Sport-Streaming-Angebot. Knapp zwei Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie sowohl DAZN als auch Sky Sports nutzen. Und daran dürfte sich angesichts der vielen abgesagten Sportevents in diesen Tagen auch nichts ändern. Gleichwohl glaubt Ralf Beyeler, dass Streaming in der Schweiz noch nicht am Ende des Wachstums angelangt ist. "Die Corona-Krise dürfte diesen Streaming-Trend noch weiter verstärken", sagt der Telekom-Experte beim Online-Vergleichsdienst moneyland.ch. mir
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