Strategie-Check

Wieso die Swisscom beim Net Promoter Score zulegt

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Bie der Swisscom klettert der Net Promoter Score nach oben
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Bie der Swisscom klettert der Net Promoter Score nach oben
Für die Swisscom ist es eine gute Woche. Am Dienstag erklärte das Magazin World Finance die Marke zum nachhaltigsten Telekommunikationsunternehmen der Welt. Heute zeigt der exklusiv Strategie-Check von Adwired für HORIZONT Swiss, dass der Konzern im vergangenen Monat vor allem beim Net Promoter Score stark zugelegt hat.
Das Jahr hatte für die Swisscom auch ohne Lockdown nicht gut angefangen. Innerhalb eines Monats gab es zwischen Mitte Januar und Mitte Februar es sechs Störfälle, Ende Mai gab es einen weiteren. Das blieb nicht ohne Folgen. Es gab Kritik, murrende Kunden und der Net Promoter Score - also der Seismograph für die Empfehlungsbereitschaft - drehte ins Negative. Davon ist Ende Juni nichts mehr zu sehen wie ein Blick in die Analyse von Adwired zeigt. Der Score-Wert bewegt sich klar nach oben.


Für die Trendwende und die Stabilität beziehungsweise Zunahme bei den Markentreibern Nachhaltigkeit sowie Love & Respect gibt es Gründe. Die Marke Swisscom wurde nicht über Nacht geschaffen und ist tief in der Schweizer Markenlandschaft verankert. Die drei Kernwerte der Swisscom - Vertrauenswürdigkeit, Engagement, Neugierde - spiegeln sich messbar in den sozialen und klassischen Medien und lassen eine klare Haltung erkennen. "Das in der Schweiz gut etablierte Markenprofil stützt das Unternehmen, wenn die Technik versagt", heisst es bei Adwired. Getragen wird die Marke auch von der positiven Wahrnehmung bezüglich der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit. Hier erhöht das Unternehmen gerade noch das Tempo. Seit Anfang der Woche verkauft die Swisscom beispielsweise im Onlineshop gebrauchte iPhones. Die Occasions-Smartphones bereitet der Partner Recommerce Swiss auf. Der Gedanke dahinter. Die Produktion eines neuen Gerätes verbraucht wesentlich mehr Ressourcen als die Überholung eines gebrauchten Gerätes.

Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Digitalisierung voran. Davon sollen sowohl Privat- als auch Geschäftskunden profitieren. Gemeinsam mit dem ETH-Spin-off und Cybersecurity-Anbieter Futurae hat Swisscom Trust Services die App "Mobile ID" lanciert. Sie ermöglicht unter anderem digitales Signieren mit dem Smartphone.
Der Strategie-Check für die Swiscom im Überblick
© Adwired
Der Strategie-Check für die Swiscom im Überblick
Die KMUs will der Telco-Riese ebenfalls auf der Reise in digitalere Prozesse begreiten. Das ICT-Assessment von Swisscom verspricht eine umfassende Analyse der Telefonie- und IT-Infrastruktur von kleineren und mittleren Unternehmen. Mit My Service Business will der Dienstleister die KMUs beim Service rund um Bürogeräte, Betriebssysteme und Microsoft 365 Anwendungen entlasten, damit diese sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Das Service-Paket richtet sich an Betriebe mit bis zu sechs Mitarbeitenden.


Gut für das Image bei Gamern ist auch das Ergebnis einer Untersuchung von Opensignal. Dabei hat sich Swisscom nicht nur im Gaming-Bereich als klarer Sieger hervorgetan. Lob und Anerkennung für diese Leistungen und Angebote in den vergangenen Wochen gibt es nicht nur von den Kunden. Auch die Aufsichtsbehörde stellen der Swisscom für die Aufarbeitung der Pannen ein gutes Zeugnis aus. Umfassend seien diese gewesen.  Für Urs Schaeppi war das wichtig, um die Marke weiter zu positionieren. "Pannen wird es immer geben", erklärte der CEO im Gespräch mit dem SonntagsBlick. Aus der Sicht der Markenführung ist es daber wichtig, die richtige Schlüsse daraus zu ziehen, vor allem wenn Kernwerte betroffen sind Der Swisscom scheint genau das zu gelingen. mir
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