Strategie-Check

Swiss hebt im Juli beim NPS-Wert ab

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Die Swiss legt beim NPS-Wert im Juli wieder zu
© Swiss
Die Swiss legt beim NPS-Wert im Juli wieder zu
Es sind keine guten Monate für die Swiss. Die Corona-Pandemie und der Lockdown macht der Schweizer Airline wie dem gesamten Mutterkonzern Lufthansa schwer zu schaffen. Immerhin bewerten die Schweizerinnen und Schweizer ihren Nationalflieger wieder positiver, wie ein Blick in den Brand Ticker von Adwired zeigt. Danach ist der Net Promoter Score im Juli stark angestiegen.
Wer derzeit für die Marke Swiss arbeitet braucht starke Nerven. Erst Anfang der Woche hat die Airline einen Notkredit vom Mutterkonzern Lufthansa über 200 Millionen Schweizer Franken. Die Finanzspritze war nötig geworden, weil die deutsche Bundesregierung noch nicht die Freigabe für das Swiss-Rettungspaket erteilt hat, das mit der schweizerischen Regierung ausgehandelt worden war.  Zudem erliess die Kranich-Airline ihrer Tochter Dividendenzahlungen in Höhe von 300 Millionen Franken. Es gibt Kurzarbeit im Unternehmen, einen harten Sparkurs und im ersten Halbjahr 2020 - wie seit heute früh bekannt - einen Verlust von 266,4 Millionen Franken.
Die Swiss-Werte im Juli im schnellen Überblick
© Brand Ticker / Adwired
Die Swiss-Werte im Juli im schnellen Überblick
Trotz der angespannten Lage gibt es für die Marke aber auch positive Signale, auch wenn die erstmal nichts an der finanziellen Situation ändern. "In Erwartung, dass die Airline die Krise überstehen wird, steigen die Werte zur Nachhaltigkeit leicht an, wenn auch auf tiefem Niveau", heisst es bei Adwired.


Das Unternehmen hat mit dem Brand Ticker ein Analysetool geschaffen, dass die Veränderung von Marken bei wichtigen Treibern herausarbeitet und Rückschlüsse zulässt. Spannend dabei: Obwohl die Swiss derzeit nur rund ein Drittel des regulären Flugangebots anbietet und die Auslastung der Flieger mässig sei, steigt der Net Promoter Score (NPS)  wieder deutlich in den positiven Bereich an.

Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil die Schweizerinnen und Schweizer in den Wochen davor mit ihrer Airline überhaupt nicht glücklich gewesen waren. Das Hin und Her beim Ausgleich von Swiss-Flügen, die aufgrund des Lockdowns storniert worden waren, hatte der Marke viel Sympathie gekostet. Zu lange Wartezeiten bei den Ausgleichzahlungen, Rechtsstreitigkeiten, viele Unsicherheiten. Jetzt bietet die Airline ihren Kunden immerhin elektronische Voucher an, die bis Ende 2021 gültig bleiben. Gleichzeitig sollen die Prozesse beschleunigt werden.


Für Vertrauen sollen aber auch andere kommunikative Massnahmen sorgen. Gestern Nachmittag stellte sich CEO Thomas Klühr bei 20 Minuten im Format "Live aus dem Chefbüro" den Fragen der Redaktion. mir
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