Strategie-Check

Lonza gehört zu den Gewinnern der Covid-19-Krise

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Der Lonza-Tower in Basel
© Lonza
Der Lonza-Tower in Basel
Die Welt sucht nach einem Corona-Impfstoff. Und davon profitiert die Lonza Group mit Sitz in Basel. Das schweizerische Chemie- und Pharmaunternehmen ist der Gewinner im exklusiven Strategie-Check von Adwired für HORIZONT. Sowohl beim Net Promoter Score als auch beim Markentreiber "Love & Respect" legt die Marke im vergangenen Monat zu, bei der Nachhaltigkeit schwächelt die Marke Ende Mai zwar etwas, liegt aber weiterhin deutlich über dem Wert zu Beginn des Wonnemonats.
Die Geschichte der Corona-Pandemie kennt nicht nur Verlierer. Während beispielsweise Gastronomie, Eventbranche, Medien, Kulturschaffende, die Autobranche und auch Maschinenbauer weiterhin mit den Folgen des Lockdowns zu kämpfen haben, gehört die Pharmaindustrie zu den Gewinnern der globalen Krise. Hier wird fieberhaft an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet, der helfen soll, Covid-19 zu bekämpfen.


Performte im April im HORIZONT Strategie-Check Roche besonders stark, überzeugt im vergangenen Monat die Lonza Group. Das zeigt ein Blick auf die wichtigen Markentreiber Nachhaltigkeit, Love & Respect und den Net Promoter Score.
Die Performance von Lonza im Mai
© Adwired
Die Performance von Lonza im Mai
Alle drei Indikatoren haben sich nach den Analysen von Adwired mit Sitz in Zürich innert eines Monats verbessert. Unternehmen und Marke gehören in der Krise zu den Hoffnungsträgern. Und sie gehören schon fast zum Tagesgespräch - für Pharmariesen ist das  - anders als bei Marken wie Nike, Adidas, BMW und Coop -  eher ungewöhlich. Vor allem bei der Nachhaltigkeit legt Lonza stark zu, wenngleich am Monatsende die Entwicklung auf hohem Niveau an Dynamik verliert.

Trotzdem steht das Unternehmen in der Öffentlichkeit, bei Investoren und der Politik derzeit hoch im Kurs. Über 100 Anfragen soll das Basler Unternehmen für Kooperationen für Corona-Medikamente und –Impfstoffe erhalten haben. Mitte April waren es noch mehr als 40. Begehrlichkeit misst sich manchmal nicht nur an der Entwicklung des Aktienkurses.


Der Auswahlprozess der Partner nimmt Zeit in Anspruch. Bereits zu Beginn des Monats Mai verkündete Lonza allerdings eine Zusammenarbeit mit US-Biotechunternehmen Moderna. Der Kooperationsvertrag soll über zehn Jahre laufen und sieht unter anderem vor, Produktionsanlagen an den Lonza-Standorten in den USA und der Schweiz zur Herstellung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus aufzubauen. Ziel ist es, gemeinsam eine Milliarde Dosen pro Jahr herzustellen. Der Technologietransfer zwischen den beiden Partnern hat in diesem Monat begonnen. Die ersten Chargen des Impfstoffs sollen, so der Plan, bereits im Juli bei Lonza U.S. hergestellt werden. Das alles treibt im Check die Nachhaltigkeit - und bremst sie auch wieder. Denn in der Öffentlichkeit kam die Sorge auf, dass die US-Regierung Druck auf den Lonza ausüben würde, die Supermacht als erstes mit einem Impfstoff zu beliefern.

Unabhängig bewerten Analysten die Kooperation als vielversprechend. Nach ihrer Meinung unterstreicht Lonza ihre hohe Leistungs- und Innovationsfähigkeit. Zur positiven Stimmung trägt auch bei, dass die Chemiesparte LSI im ersten Quartal wieder ein Wachstum aufweist und deren Hygieneprodukte besonders gefragt sind. mir
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