Storytelling

Komiker Beat Schlatter eröffnet Frauenbadi für Männer

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Beat Schlatter in der Frauenbadi, wo, wie es in der Bildlegende heisst, nie ein Mann zuvor gewesen ist.
© Printscreen Blick-Studio
Beat Schlatter in der Frauenbadi, wo, wie es in der Bildlegende heisst, nie ein Mann zuvor gewesen ist.
Die Story ist im Brand Studio vom Blick zu sehen. Einer Bezahlform für Erzählungen im Boulevardstil. Und da passt die Story mit der Headline "Trinken für die Gleichstellung" auch hin. Hintergrund ist der Hürlimann-Rappen. Von jedem Bier, das in der Beiz getrunken oder im Handel gekauft wird, fliesst ein Rappen in einen Fonds, mit dem lustige Projekte unterstützt werden. 

Die Hürlimann-Rappen-Idee

Eigentlich ist der Limmat-Schwumm in der Zürcher Frauenbadi den weiblichen Badegästen vorbehalten. Männer sind nur in der "Barfussbar" am Abend geduldet, erzählt der Komiker, Zürcher, FCZ-Fan und Hürlimann-Bier-Ambassador. Nicht so am 22. September 2019: Schlatter, der auch als VR-Präsi der Hürlimann Bier AG lud, eine AG im übrigen, die gemäss moneyhouse im Bereich "Kirchliche, politische oder säkulare Vereinigung" tätig und aktiv ist, lud die Männer dazu ein, gratis beim anderen Geschlecht zu baden. Die Frauenbadi-Aktion ist aber nur eine von vielen Aktionen, die der "Hürlimann-Rappen" unterstützt. Der Verein Bomeros beispielsweise verschifft zweimal im Jahr ausgemusterte Schweizer Feuerwehrutensilien nach Chile, wo sie ein zweites Leben erhalten. Mit dem Hürlimann-Rappen wurde gemäss Komiker und Hürlimann-VR eine solche Verschiffung finanziert. 

Neuauflage des Samichlaus-Bier als Schmutzli-Bier

Etwas bierernster ist die Aktion Rückkehr des Chlaus-Rezepts. Am 6. Dezember 1980 brachte Hürlimann eine Innovation auf den Markt: Das Samichlaus-Bier war ein starkes Bockbier, schaffte es mit seinen 14 Volumentprozent Alkohol zeitweise sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Und es schmeckte den Biertrinkern – es kam jeweils zum Samichlaustag in den Verkauf und war nur in begrenzten Mengen erhältlich. Aber 1997 war Schluss. «Es wurde Riesenfehler gemacht und das Rezept des Samilchlaus-Biers an die Konkurrenz verkauft», sagt Schlatter. Diesen «Riesenfehler» will Schlatter nun korrigieren: «Wir haben das Bier mit der Original-Hefe reaktiviert. Jetzt wird es in Flaschen abgefüllt und dann als ‹Schmutzli-Bier› verkauft.» Noch im November will Hürlimann die Zürcher Samichlaus-Gesellschaft mit dem Advents-Bier ausstatten – «und damit dafür danken, dass sie den Kindern Zucht und Ordnung beibringen», so Schlatter. «Es ist ein starkes Bier mit einem tollen Charakter geworden. Wir hoffen, dass die Schmutzlis wieder mit Leidenschaft die Fitze schwingen.


Weitere Hürlimann-Rappen-Ideen finden sie hier. 
Über dä Hürlimaa-Rappe
Vorsicht! Dieser Text ist in Zürcher Dialekt geschrieben: De Zweck vo de Hürlimaa Bier AG isch Pfläg vo de Bierkultur und em gsellige Zämesi. Es paar händ grossi Plän und anderi händ en grosse Durscht. Darum flüessd ein Rappe vo jedem Hürlimaa Bier i die beschte Idee für Züri. Mit dem unterstützt d'Hürlimaa Bier AG kulturelli, sportlichi und gsellschaftlichi Projekt für Züri. D'Siegerprojekt und de «Hürlimaa vom Jahr» werdet a de Generalversammlig bekannt geh. 


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