Stimmungsbarometer Schweizer Top Leader

Jedes achte Unternehmen ist vom Bankrott bedroht

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Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft, mit diesem Motto bietet die Studie Swiss Business Pulse einen aktuellen Ausblick der Schweizer Wirtschaft. Sie erhebt die Einschätzung der Schweizer Unternehmen zu Entwicklungen, Erwartungen und dringenden Herausforderungen. Realisiert wird der Swiss Business Pulse bereits zum dritten Mal von der Züricher Strategieberatung Leverage Experts und dem Marktforschungsinstitut "dieMarktforscher". Der Swiss Business Pulse basiert auf dem Porter’s Five Forces Framework.
Die Studienergebnisse zeigen, wie sich die Corona-Pandemie etwa ein Jahr nach dem ersten Lockdown auswirkt. Der Rückblick ist gemäss der Studienautorenschaft alarmierend: So mussten 25 Prozent der Befragten einen stark negativen Einfluss des Umsatzes in Kauf nehmen. Jedem 8. Unternehmen droht im Zuge der aktuellen Krise der Bankrott, 8 Prozent sind sogar akut existenziell bedroht.
Infografik zum Stimmungsbarometer der Schweizer Top Leader
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Infografik zum Stimmungsbarometer der Schweizer Top Leader
Damit ist sie nach wie vor die grösste Herausforderung für die Schweizer Wirtschaft, jedoch statt für 42 Prozent im Juli 2020 nur noch für 27 Prozent der Befragten.  Auch die Nennung der Digitalisierung als dringender Problempunkt ist in diesem Zeitraum gesunken. Ein klares Indiz dafür, dass sich Schweizer Firmen rasch anpassen können. Gleichzeitig hat sich die Zuversicht auf die kommenden 12 Monate deutlich verbessert (+12 Prozent erwarten eine Verbesserung). Auf Basis der vergangenen Erhebungswellen wurden Fragen zum Fachkräftemangel spezifisch in die Umfrage aufgenommen. Der Swiss Business Pulse vergleicht unter anderem die Branchen Informationstechnik, Finanzdienstleistung & Versicherungen und Beratung und Service. Stimmungsbarometer der Schweiz: die Studienergebnisse als PDF
Zur Methodik

Der Swiss Business Pulse basiert auf dem Porter’s Five Forces Framework, einer Methode zur Wettbewerbsanalyse in einem Industriesektor. Es werden fünf Kräfte abgeleitet, welche die Wettbewerbsintensität und damit den Grad der Attraktivität einer Branche in Bezug auf ihre Rentabilität bestimmen. Eine “unattraktive” Industrie ist eine Industrie, in der die Wirkung dieser fünf Kräfte die Gesamtrentabilität verringert. Die fünf Kräfte beschreiben unternehmensnahe Faktoren, die sich auf die Fähigkeit eines Unternehmens auswirken, seine Kunden zu bedienen und einen Gewinn zu erzielen.

Eine Veränderung bei einer dieser Kräfte erfordert, dass ein Unternehmen den Markt für seine Geschäftstätigkeit neu bewertet. Die allgemeine Attraktivität der Branche bedeutet nicht, dass jedes Unternehmen in der Branche die gleiche Rentabilität erzielen wird. Die Unternehmen sind in der Lage, ihre Kernkompetenzen, ihr Geschäftsmodell oder ihr Netzwerk so einzusetzen, dass sie einen Gewinn erzielen, der über dem Branchendurchschnitt liegt.

Zu den fünf Kräften von Porter gehören drei Kräfte des “horizontalen” Wettbewerbs - die Bedrohung durch Ersatzprodukte oder -dienstleistungen, die Bedrohung durch etablierte Konkurrenten und die Bedrohung durch neue Marktteilnehmer - und zwei weitere Kräfte des “vertikalen” Wettbewerbs - die Verhandlungsmacht der Anbieter und die Verhandlungsmacht der Kunden. Die Fünf-Kräfte-Perspektive ist mit ihrem Begründer, Michael E. Porter von der Harvard University, verbunden.

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