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SRF wird per 2020 zusätzlich mindestens 16 Millionen Franken einsparen

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Fernsehstudio Leutschenbach mit Hochhaus, Bühnenturm und Meteo-Studio auf dem Dach Blick vom Glattpark in Richtung Oerlikon
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Fernsehstudio Leutschenbach mit Hochhaus, Bühnenturm und Meteo-Studio auf dem Dach Blick vom Glattpark in Richtung Oerlikon
Aufgrund der stark rückgängigen Werbeeinnahmen muss SRF per 2020 zusätzlich mindestens 16 Millionen Franken einsparen. Deshalb hat die SRF-Geschäftsleitung neuerliche Sparmassnahmen in allen Abteilungen des Unternehmens beschlossen. Trotzdem werden die strategischen Projekte für den digitalen Wandel bei SRF wie geplant vorangetrieben.
Wie die SRG bereits gestern Montag mitteilte, müssen die Kosten im Budget 2020 unternehmensweit um 50 Millionen Franken reduziert werden. Grund sind die einbrechenden Werbeeinnahmen. Als grösste Unternehmenseinheit muss SRF dadurch kurzfristig mindestens 16 Millionen Franken einsparen. Um dieses Ziel zu erreichen, kommt es voraussichtlich zu einem Stellenabbau. In welcher Grössenordnung sich dieser bewegt, ist noch offen. "Ein wesentlicher Teil der Reduktionen soll über natürliche Abgänge erreicht werden", heisst es in einer Mitteilung.

SRF produziert nur noch eine Tatort-Folge

Im Rahmen des anstehenden Sparprogramms hat die Geschäftsleitung von SRF ein Paket von Sparmassnahmen verabschiedet – darunter auch Verzichte und Reduktionen im Programm. Unter anderem wird SRF im kommenden Jahr nur eine anstelle der ursprünglich zwei geplanten "Tatort"-Folgen ausstrahlen. Am Sonntagabend nicht weitergeführt werden die Sendungen "Sternstunde Musik" und "Arena/Reporter", zudem werden die Eigenproduktionen bei SRF zwei reduziert. Weitere Einsparungen sind durch die Reduktion der Budgets in allen Abteilungen und der Unternehmensinvestitionen möglich.

Christoph Gebel neuer Abteilungsleiter Operationen

Trotz der neuerlichen Sparmassnahmen werden die strategischen Projekte, mit denen der digitale Wandel im Unternehmen vorangetrieben wird, planmässig umgesetzt. Dazu gehört, wie bereits im April angekündigt, die Zusammenführung von tpc, Business Services SRG und SRF per 1. Januar 2020 zur neuen Abteilung Operationen bei SRF.
Christoph Gebel
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Christoph Gebel
Leiter dieser Abteilung und damit Mitglied der Geschäftsleitung von SRF wird Christoph Gebel, der die Geschäfte von tpc schon seit dem Sommer interimistisch führt.


Gebel ist seit 2001 in leitenden Funktionen für Schweizer Radio und Fernsehen tätig; zunächst beim damaligen Schweizer Radio DRS als Programmleiter von DRS 1 und DRS Musikwelle, später als Unterhaltungschef von SRF und zuletzt als Senior Advisor für die SRF-Direktion. In dieser Funktion verantwortete er unter anderem das Projekt, mit dem die rund 900 Mitarbeitenden von tpc und die 100 Mitarbeitenden von Business Services SRG in SRF überführt werden. Zusätzlich leitet er tpc seit Juli 2019 interimistisch. Ab dem 1. Januar 2020, nach der Zusammenführung von tpc und SRF, übernimmt Christoph Gebel die Leitung der neuen Abteilung Operationen und verantwortet damit die gesamten Produktionsprozesse bei SRF.
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