SRG

Öffnet ihre Archive für Kulturinstitutionen – und ab 2019 auch für private Medienunternehmen

Unis, Kulturinstitutionen und Schulen haben künftig Zugriff auf die SRG-Archive - ab 2019 auch private Medienunternehmen.
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Unis, Kulturinstitutionen und Schulen haben künftig Zugriff auf die SRG-Archive - ab 2019 auch private Medienunternehmen.
Zwei Millionen Stunden Schweiz zum Anschauen und Anhören: Die SRG öffnet ab 27. Oktober, dem Unesco-Welttag des audiovisuellen Erbes, ihre Archive - zusammen mit der Schweizerischen Nationalphonothek (Bundesamt für Kultur) und Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz. 
Wie haben sich Klänge, Landschaften, Dörfer und Städte, Schweizer Persönlichkeiten und die Berichterstattung darüber im Verlauf der letzten hundert Jahre in der Schweiz verändert? Ab dem 27. Oktober können sich über sechzig öffentliche Bibliotheken, Dokumentationszentren, Universitäten und Schulen in allen Landesteilen einen lokalen Recherche-Zugang zu den digitalen Archiven der SRG wie auch zu den audiovisuellen Datenbanken von Nationalphonothek und Memoriav einrichten lassen. Damit können Forscher, Studierende, Lehrer und zeithistorisch Interessierte nach beliebigen Themen und Stichwörtern suchen und die Dokumente ansehen beziehungsweise anhören. Auch im Schulunterricht können die Audios und Videos genutzt werden. Insgesamt werden zwei Millionen Stunden Schweizer Geschichte zugänglich gemacht.
Die SRG publiziert im Geschäftsbericht 2016 zusätzliche Infos.
Die SRG publiziert im Geschäftsbericht 2016 zusätzliche Infos.
Die SRG unternimmt damit einen weiteren Schritt hin zur umfassenden Öffnung ihrer Radio- und Fernseharchive, deren Inhalte bis in die frühen 1930er Jahre zurückreichen. Seit 2017 bereits stellt die SRG Metadaten der Archive für Programmierer über eine öffentliche Schnittstelle zur Verfügung.


Mit der Archivöffnung über lokale Konsultationsstationen in Kulturinstitutionen sollen nun vor allem die historische Forschung und der innovative Schulunterricht Impulse erhalten. Aus Nutzersicht ist es ein Vorteil, die Dokumente der SRG zusammen mit anderen wichtigen Quellen der Zeitgeschichte konsultieren zu können. Deshalb kooperiert die SRG mit Memoriav, dem Bundesamt für Kultur und den in den Regionen verankerten Bibliotheken, Dokumentationszentren, Schulen und Universitäten.

Eine breitere Onlineöffnung der Archive erfolgt parallel mit der Lösung von damit verbundenen Problemen rechtlicher, technischer und auch qualitativer Natur. Ab Anfang 2019 werden dann private Medienunternehmen in den SRG-Archiven recherchieren und Archivdokumente nutzen können. "Die SRG ist weltweit eines der ersten Medienhäuser, das die Digitalisierung und Öffnung ihrer Archive so konsequent vorantreibt", heisst es in einer Mitteilung.
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