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Die Regionalgesellschaft Bern prüft offenbar den Austritt aus der SRG

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So berichtete heute der "Tages-Anzeiger" über den sich zuspitzenden SRG-internen Konflikt.
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So berichtete heute der "Tages-Anzeiger" über den sich zuspitzenden SRG-internen Konflikt.
Für den Fall, dass die SRG den Umzug von 170 Redaktionsstellen nach Zürich und damit eine Verkleinerung des Standorts Bern beschliesst, prüft die SRG-Regionalgesellschaft Bern diverse Szenarien - unter anderem auch den Austritt aus der SRG.
Dies berichtet der "Tages-Anzeiger" in seiner heutigen Ausgabe – unter Berufung auf Léander Jaggi, Präsident der SRG Bern Freiburg Wallis. Ein Problem dabei: Es gibt keine Austrittsklausel in den Statuten. Erwogen wird aber auch ein Kollektiv-Rücktritt des gesamten Vorstands und Anderes.
Baken Walden, SRG-Direktor Entwicklung und Angebot, am Swiss Radioday 2018.
Markus Knöpfli, © knö
Baken Walden, SRG-Direktor Entwicklung und Angebot, am Swiss Radioday 2018.
Interressant: Am gestrigen Radioday war der Konfilkt um den möglichen Umzugsentscheid zwar durchaus ein Thema – insofern, als Bakel Walden, SRG-Direktor Entwicklungen und Angebot, darüber referierte, wo die SRG sechs Monate nach der "No Billag"-Abstimmung steht. Dabei kam er auch auf das Sparprogramm der SRG zu reden – und eben auf den erwogenen Umzug zweier Redaktionen von Bern nach Zürich. Walden plädierte dafür, "wie bei der 'No Billag'-Diskussion die Fakten anzuschauen". "Aktuell wird ja so diskutiert, als ob die SRG Bern verlassen möchte." Doch darum gehe es nicht. Denn selbst wenn die SRG die Redaktionen von "Echo der Zeit" und "Rendez-Vous" (170 Mitarbeitende) nach Zürich zügeln würde, würden immer noch 540 SRG-Mitarbeitende in Bern bleiben, darunter auch 170 Redaktorinnen und Redaktoren – aber in einem kleineren Gebäude. So bleibe die Inland-Redaktion des Radios "überwiegend" in Bern – und diese würde gar noch aufgestockt, "so dass es am Ende sogar noch mehr Inlandredakteure nach einem allfälligen Umzug hat als zuvor."


Der Umzugsvorschlag senke die Kosten um 5 Millionen Franken, so wie das von ihr auch im Rahmen der "No Billag"-Diskussion verlangt worden war, fügte er später an. "Alle anderen Vorschläge, die es gibt und die inhaltlich vielleicht auch sehr interessant sind, müssen sich natürlich auch mit dem Thema Finanzierung beschäftigen."

Walden betonte, dass ein definitiver Entscheid erst im September anstehe. Insgesamt gewann man aber den Eindruck, er verteidige die Umzugslösung.


Nach dem Referat erhielt Walden viel Lob von SRG-Seite: SRG-Generaldirektor Gilles Marchand, der ebenfalls im Publikum sass, klopfte ihm auf die Schultern. knö
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