SRF Jahresbilanz

SRF punktet vor allen Dingen mit Sport

© SRF/Oscar Alessio
Der SRF hat heute seine Jahresbilanz für 2018 gezogen. Mit 32,7 Prozent verzeichnet Fernsehen SRF im abgelaufenen Jahr den höchsten Marktanteil seit Einführung der neuen Messmethode 2013. Im Radio lag die tägliche Reichweite bei fast 2,6 Millionen Personen, auch im Web stieg die Nachfrage nach Audio- und Videoangeboten erneut.




Der Marktanteil im Fernsehen von SRF 1, SRF zwei und SRF info lag 2018 zusammen bei 32,7 Prozent („Overnight“-Wert). Der abtretende SRF-Direktor Ruedi Matter sprach vom "höchsten Marktanteil seit Einführung der neuen Messmethode 2013" vor sechs Jahren (2017: 31,2 Prozent, +1,5 Prozent). Insbesondere SRF2 trug massiv zum positiven Gesamtergebis bei. "Natürlich spielten die Sportereignisse eine Rolle mit den Olympischen Spielen und der Fussball-WM in Russland", so Matter. Der SRF Direktor stellte letztmals für SRF die Jahresbilanz vor. Im März wird er den Stab an Nathalie Wappler - derzeit noch Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk - übergeben.

Die gesamte Sendergruppe punktete insgesamt vor allen Dingen mit aktueller Information, Hintergrundberichten, Unterhaltung und eigenproduzierten Filmen und Serien: Mit 984.000 Zuschauenden meist beachtete SRF 1-Sendung des Jahres war neben „Meteo“ die "Tagesschau"-Hauptausgabe vom 3. Januar; die Live-Übertragung der Bundesratswahlen vom 5. Dezember verzeichnete einen Marktanteil von fast 80 Prozent. Ungebrochen bleibt das Publikumsinteresse an der Doku-Serie „Auf und davon“ mit durchschnittlich 761'000 Zuschauenden. Auch die Eigenproduktionen „Der Bestatter“ mit 774'000 Zuschauenden im Schnitt oder „SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten“ mit 686'000 Zuschauenden halten konstant hohe Reichweitenwerte.


Klammert man allerdings den Sport aus, so sind die TV-Reichweiten in der Tendenz rückläufig. Bei SRF 1 stagnierten die Quoten auf dem Vorjahreswert von 19,4 Prozent. Matter kommentiert das positiv: "SRF 1 hat sich trotz den super Zahlen von SRF 2 sehr gut gehalten". Man müsse allerdings damit leben, "dass in absoluten Zahlen immer weniger auf dem Fernseher zuschauen oder im Radio zuhören», so der scheidende SRF-Direktor, der von  einem schrumpfenden TV-Markt augeht: "Ausserhalb des Sports sind die Reichweiten natürlich gesunken im letzten Jahr."

Die eidgenössischen Höchstleistungen im Sport sorgten immerhin für neue Rekorde auch für SRF zwei. Der Sender erreichte mit 11,3 Prozent den stärksten Marktanteil seit Einführung der neuen Messmethode 2013. Das Gruppenspiel der Schweiz gegen Brasilien an der Fussball-WM in Russland avancierte mit durchschnittlich 1,6 Millionen Zuschauenden zur meistgesehenen Fernsehsendung seit Einführung des neuen Messsystems 2013. Den WM-Final im Eishockey zwischen der Schweiz und Schweden verfolgten im Schnitt 1,1 Millionen Menschen, den Sieg von Beat Feuz bei der Lauberhorn-Abfahrt 921'000 Personen, und beim Matchball von Roger Federer zum Gewinn seines 20. Grand-Slam-Titels bei den Australian Open waren 873'000 Personen zugeschaltet.

Radio

Erfreuliche Zahlen vermeldet die Sendergruppe auch für Radio. Durch die Einführung einer neuen Messmethode sind die Radiohörerzahlen branchenweit allerdings nicht mehr mit den Daten aus den Vorjahren vergleichbar. Fast 2,6 Millionen Menschen hören täglich einen der sechs SRF-Radiosender, was einem Marktanteil von 54,6 Prozent entspricht. Jede Woche schalteten 79 Prozent der Menschen in der deutschen Schweiz mindestens einmal Radio SRF ein.

Online

Neben TV und Radio gehört immer mehr auch Online zum Kerngeschäft von SRF. Speziell für das junge Publikum soll der Online-Bereich gemäss Ruedi Matter forciert werden. "Jede Sekunde sind bei uns online neun Audio- oder Videoangebote gestartet worden", so die SRF-Bilanz des letzten Jahres. Monatlich erreichte das SRF-Webangebot fast 2,8 Millionen Nutzerinnen und Nutzer (+12 Prozent). Am höchsten war das Interesse an Inhalten zu den grossen Sportereignissen – mit 13,3 Millionen Visits während der Olympischen Winterspiele und 38,3 Millionen Visits im Zeitraum der Fussball-WM in Russland. Insgesamt erreichten die 64 WM-Spiele 11,1 Millionen Stream-Starts, davon alleine 753'000 während des Achtelfinalspiels zwischen der Schweiz und Schweden. Deutlich gewachsen sind auch die Download-Zahlen für die Sport-App, die um 82 Prozent über dem Wert von 2017 liegen.

 

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