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DOOH-Forschungsresultate sind vom Wissenschafts-Beirat freigegeben

Mit solchen oder ähnlichen Eye-Tracking-Brillen und Virtual Reality wurden die Sichtbarkeitsfaktoren für DOOH gemessen.
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Mit solchen oder ähnlichen Eye-Tracking-Brillen und Virtual Reality wurden die Sichtbarkeitsfaktoren für DOOH gemessen.
Das Research Advisory Council (RAC) des Forschungsinstituts für Schweizer Aussenwerbung SPR+ hat die Forschungsresultate von AM4DOOH (Audience Measurement for Digital Out of Home) zur Integration in das Modell von SPR+ freigegeben. Doch bis mit den neuen Daten geplant werden kann, dauert es noch ein Jahr.

"AM4DOOH" ist ein Forschungsprojekt, welches ein internationales Konsortium (bestehend aus APG, Clear Channel Outdoor, Exterion Media und JCDecaux) gemeinsam mit dem OOH Weltverband FEPE International als Sponsor durchgeführt hat. Das Projekt hatte sich mehrmals verzögert. Ziel war es herauszufinden, wie DOOH im Vergleich zur klassischen OOH betrachtet wird.

DOOH lenkt Autofahrer mehr ab als ein Papierplakat

Dazu nutzte das Pionierprojekt virtuelle Welten, um den Konsumenten ein realistisches Erlebnis zu verschaffen, wie sie den verschiedenen Formen von digitaler und traditioneller Aussenwerbung begegnen. In Kombination mit der Methode der Blickerfassung (Eyetracking) konnte robust gemessen werden, wie die Menschen verschiedene Out of Home-Formate in verschiedenen Umgebungen betrachten. Die daraus abgeleiteten signifikanten Faktoren für DOOH liegen jetzt vor. Sie zeigen, dass DOOH die Betrachtungswahrscheinlichkeit erhöht. So ist beispielsweise der Faktor für digitale Fullmotion Spots für frontale Autofahrerkontakte 1.25 und für frontale Strassenfussgängerkontakte 1.16 für jeden Spot eines Loops, der während einer Passage physisch gesehen werden kann.


Die Faktoren ermöglichen zukünftig, kombiniert mit der physischen Sichtbarkeit eines Werbespots in Abhängigkeit Passage-, Spot- und Loopdauer, die Berechnung der Kontakt- und Kampagnenleistung für DOOH als Bewegtbild im öffentlichen Raum. Dies nicht nur auf der Basis von Werbebotschaft „sichtbar“, sondern auch auf der Basis von Werbebotschaft „gesehen“.

Bald kann bei SPR+ auf der ganzen OOH-Klaviatur gespielt werden

#Felix H. Mende, Geschäftsführer, SPR+ AG, kommentiert: „Mit der Integration von DOOH in das SPR+ Forschungssystem, kann zukünftig die ganze Klaviatur von OOH im Planungstool SPR+ Expert bewertetet werden. Aufbauend auf der bestehenden und etablierten Sichtbarkeitsgewichtung für analoge Plakate und der Erweiterung um den neuen internationalen Standard zur Sichtbarkeitsgewichtung von DOOH bzw. um das, was wirklich gesehen wird, schaffen wir eine sehr harte Währung in der digitalen Welt.“
Die Mitglieder des SPR+ Research Advisory Council:

Prof. Dr. Martial Pasquier, Direktor IDHEAP, Université de Lausanne (Vorsitz)

Roland Ehrler, Direktor, Schweizer Werbe-Auftraggeberverband



Beat Holenstein, Leiter Partner- & Product Management, APG

Stephan Küng, Inhaber, The whole Media AG

Philipp Marquard, Leiter Media, Migros-Genossenschafts-Bund

Felix H. Mende, Geschäftsführer, Swiss Poster Research Plus AG

Georg E. Müller, Leitung Regulation Committee, Schweizer Werbe-Auftraggeberverband

Kathrin Petrow, Product Director, Clear Channel Schweiz AG


Die Implementierung wird gemäss Planung Ende Q2 2019 abgeschlossen sein. Dann wird SPR+ dem RAC die Forschungsergebnisse präsentieren und die Einhaltung des abgesegneten DOOH-Umsetzungskonzeptes nachweisen. Im Sommer 2019 folgt die Aufschaltung der Resultate im Planungstool SPR+ Expert zeitgleich mit einer Marktpräsentation. Bereits im Herbst 2018 wird SPR+ eine Roadshow für interessierte Lizenzkunden organisieren, um diese frühzeitig in den Entwicklungsprozess miteinzubinden.

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