Sonntagslektüre

Was bewegt zur Zeit die Beauty-Branche?

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Das aktuelle Magazin "Z" der NZZ steht ganz im Zeichen dessen, was die Beauty-Branche aktuell bewegt. Wir erfahren etwa von Dior Chef-Parfümeur Francois Demachy, dass Produkte Geschichten erzählen sollten.

Dreckiges Leben und Brombeerzeit

Das tägliche Leben macht uns dreckig, weil wir die Welt dreckig machen mit unseren Abgasen, unseren Kühen, unseren Flugreisen. So dreckig, dass wir es gar nicht mehr schaffen, uns vom Dreck zu befreien. Wir brauchen Hilfsmittel. Steht es im ersten Beitrag am Anfang und das Tor in eine Branche mit hohen Werbeaufkommen ist aufgestossen: Brombeerzeit! Beeren wachsen an den Sträuchern, Puder-Rouge in Beerentönen in den Schatullen der Kosmetikmarken.

Dicke Haut 

Inwiefern unterscheidet sich die Haut von Männern und Frauen? Männerhaut produziert mehr Talg. Dieser schützt die Haut, fördert aber Unreinheiten. Männerhaut ist 20 Prozent dicker, wirkt dadurch in jungen Jahren straffer, verliert aber schneller an Kollagen. Die Hautalterung der Frau beschleunigt sich „erst“ ab den Wechseljahren, sagt Dr. med. Piotr J. Michel-Dziunycz, Dermatologe Klinik Zürich.

Produkte müssen Geschichten erzählen

"Heutzutage müssen Produkte Geschichten erzählen, um sich zu verkaufen", sagt Christian-Dior Chef-Parfümeur François Demachy. Den Stoff dazu liefert Kollege Frédéric Bourdelier, Directeur Culture de Marque  & Heritage bei Christian Dior: "Wir haben so viele Geschichten, sie überfluten uns." Die beiden, Kreateur und Archivar, arbeiten eng zusammen, wobei neue Parfums nicht nur rückwärtsgewandt sein sollen, sondern vor allem auch den Zeitgeist aufnehmen und widerspiegeln müssen. Joy beispielsweise, das sich an ein junges Publikum richtet. „Freude tue der Welt gerade ganz gut“, sagt Bourdelier. Storytelling für Produkte ist, den Dior-Machern abgeschaut, ein Mix aus Elementen von Zeitgeist und Zeitzeuge. Dior hatte als Couturier die Welt bereist und nach neuen Kulturen, Klimazonen und Farben gesucht. Was sagt das uns? Die reichhaltigsten Inspirationsquellen für wahrhaftige Storys befinden sich draussen in der wirklichen Welt bei den Menschen und sie fallen niemandem aus Monitoringtools in den Schoss.

Diversität

Naomi Campbell wirbt für Nars und Diversität. Make-up in verschiedenen Hauttönen, auch dunklen, ist von vielen Marken erst kürzlich ins Sortiment aufgenommen worden. François Nars, ausgezeichnet mit dem „Ordre National de la Légion d‘Honneur“: „Schönheit ist ein Gegenteil zu all dem Elend, das in unserer Welt passiert.“

Concept-Stores

Wir erfahren weiter, dass Rosenquarz Computerstrahlung schluckt, neue Wohnungen ausgeräuchert werden sollten, bei Stress Ätherische Öle Ruhe bringen und Gua-Sha-Steine für glatte Gesichtszüge sorgen. Kaufen kann man diese Wunderdinge der Spiritualität in Concept-Stores.

Hanzz + Heidi

Weniger ist manchmal mehr. Hanzz + Heidii ist ein Schweizer Label, das mehr wirkt, als es verspricht. Es wirbt mit Stoffen, auf die es verzichtet. Das Unternehmen ist ein Teil einer neuen Clean Beauty Bewegung, die eben die globale Kosmetikbranche aufwirbelt. Hier der Link zum aktuellen Magazin Z. 


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