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Twitter unternimmt weitere Schritte zum Schutze fairer US-Wahlen

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Am Freitag kündigte Twitter zusätzliche Massnahmen an, die es Userinnen und User vereinfachen sollen, Inhalte zu erkennen und vor allem auch zu melden, die missbräuchlich erscheinen und zwar vor deren Verbreitung. Die Massnahmen zielen insbesondere auf die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen.
Twitter schreibt, man würde niemanden erlauben, die Plattform zu missbrauchen, um Wahlen oder andere staatsbürgerliche Prozesse zu manipulieren oder zu stören und man habe kürzlich die Richtlinie zur «staatsbürgerlichen Integrität» erweitert, um zu klären, wie man mit irreführenden Informationen umgehe. Die Richtlinie sehe vor, dass Tweets umgehenden gekennzeichnet würden, die fälschlicherweise einen Gewinn für einen der Kandidaten beanspruchten, und man würde Tweets entfernen, die zu Gewalt ermutigen oder Menschen aufforderten, die Wahlergebnisse oder den reibungslosen Betrieb von Wahllokalen zu stören.

Klare Regelung bei Wahlsiegverkündigung

Personen auf Twitter, einschliesslich Kandidaten für ein Amt, können keinen Wahlsieg beanspruchen, bevor dieser nicht ordnungsgemäss aufgerufen wird. Um die Ergebnisse einer Wahl in den USA zu ermitteln, benötige Twitter entweder eine Ankündigung von staatlichen Wahlbeamten oder eine öffentliche Projektion von mindestens zwei massgeblichen nationalen Nachrichtenagenturen, die unabhängige Wahlgespräche führen. Tweets, die vorzeitige Ansprüche enthalten, werden gekennzeichnet und leiten die Leute auf unsere offizielle US-Wahlseite.

Klare Regelung bei Störmanövern

Tweets, die den Wahlprozess oder die Umsetzung von Wahlergebnissen stören sollen, beispielsweise durch gewalttätige Aktionen, müssen entfernt werden. Dies umfasst alle Rennen des Kongresses und die Präsidentschaftswahlen.

Eingabeaufforderungen und Warnungen zu irreführenden Tweets

Man könne derzeit Tweets kennzeichnen, die gegen die Twitter-Richtlinien verstossen würden, um irreführende Informationen über die Integrität der Bürger, COVID-19 sowie manipulierte Medien zu erhalten. Wenn Leute ab nächster Woche versuchen würden, einen dieser Tweets mit einem irreführenden Informationsetikett zu retweeten, würden sie aufgefordert, auf glaubwürdige Informationen zum Thema hinzuweisen, bevor sie diese verbreiten würden.
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Zusätzlich zu diesen Eingabeaufforderungen würde man jetzt zusätzliche Warnungen und Einschränkungen für Tweets mit einem irreführenden Informationsetikett von US-Politikern (einschließlich Kandidaten und Kampagnenkonten), US-amerikanischen Konten mit mehr als 100.000 Followern oder solchen hinzufügen, die ein erhebliches Engagement erhalten. Die Benutzer müssen auf eine Warnung tippen, um diese Tweets zu sehen. Likes, Retweets und Antworten werden deaktiviert, und diese Tweets werden von Twitter nicht algorithmisch empfohlen. Wir gehen davon aus, dass dies die Sichtbarkeit irreführender Informationen weiter verringern und die Menschen dazu ermutigen wird, genau darüber nachzudenken, ob sie diese Tweets verstärken möchten.
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