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Instagram verbannt ab sofort Suizid-Inhalte

Inhalte, welche User psychisch belasten können, sollen künftig von Instagram entfernt werden.
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Inhalte, welche User psychisch belasten können, sollen künftig von Instagram entfernt werden.
Postings, Comic, Memes sowie Filme, die auf ein selbstverletzendes Verhalten hinweisen, sollen in Zukunft keinen Platz auf Instagram finden. Damit will die Plattform ein Zeichen gegen schädlichen Einfluss auf die psychische Verfassung der User setzen.
"Wir erlauben keine fiktionalen Darstellungen von Selbstverletzung und Suizid auf Instagram. Auch Inhalte, die nicht direkt selbstverletzende Handlungen zeigen, aber auf solche anspielen, werden wir entfernen. Wir wollen uns verstärkt auf User konzentrieren, die nach solchen Inhalten suchen, und sie an Organisationen verweisen, die ihnen helfen können", meint Instagram-CEO Adam Mosseri in einem Blog-Posting.


Laut Mosseri hat Instagram in den vergangenen drei Monaten 834.000 Bilder, Videos oder Textinhalte, die mit Suizid oder selbstverletzendem Verhalten zu tun haben, gelöscht, verschwommen gemacht oder mit Warnungen versehen. Von diesen Inhalten habe das Unternehmen selbst 77 Prozent gefunden. Mosseris Ziel ist es, diese Inhalte komplett von der Plattform zu verbannen.

Es wurden schon Massnahmen ergriffen

Bereits 2016 hat Instagram eine Funktion eingeführt, mit der User Bericht erstatten können, wenn das Verhalten von Freunden auf eine mögliche Suizidgefahr hinweist. Instagram kontaktiert dann den entsprechenden User und bietet ihm an, mit Freunden oder einer Hilfsorganisation zu sprechen oder gibt selbst Ratschläge.

Im Jahr 2017 beging die britische Schülerin Molly Russel im Alter von 14 Jahren Suizid, nachdem sie mit Selbstverletzung verbundene Inhalte auf Instagram sah. Die britische Regierung fordert deshalb schon länger soziale Netzwerke zu mehr Verantwortung bei Inhalten auf, die mit Suizid in Verbindung stehen.


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