Sir Mary

Macht für die Allianz Vorsorge zum Thema – für alle, die's derzeit gar nicht interessiert

Schrill, frech, knallig und musikalisch - Werbung für "Flex Saving" der Allianz
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Schrill, frech, knallig und musikalisch - Werbung für "Flex Saving" der Allianz
Die Zürcher Kreativagentur macht "Flex Saving", das neue Vorsorgeprodukt von Allianz, mit einem Musikvideo und dem rotzigen Motto "Schiss uf morn!" bekannt.
Vorsorge ist langweilig. Besonders, wenn man jung ist und tausend andere Dinge im Kopf hat, als die eigene finanzielle Zukunft abzusichern. Doch gerade für die jungen Generationen wird die Vorsorge-Situation in der Schweiz immer komplizierter. Das jährlich erhobene Jugendbarometer der Credit Suisse zeigt, dass sich bereits 50 Prozent der Jugendlichen Sorgen zu ihrer Altersvorsorge machen.


"Als Versicherer ist es unsere Pflicht, etwas für junge Erwachsene zu tun", sagt Claudia Staub, Head Digital Experience & Ecosystem bei Allianz Suisse. Deshalb lanciert die Versicherung "Flex Saving", ihr neustes Vorsorgeprodukt, das sich einfach und maximal flexibel an die Bedürfnisse von jungen Menschen anpasst. "Bevor man sich aber mit dem Produkt auseinandersetzt, muss man anfangen, erst einmal über Vorsorge zu reden", weiss Staub.

Entstanden ist ein Rap-Video mit dem Titel "Scheiss auf morgen!" – oder im Dialekt "Schiis uf morn!" (abgekürzt S-U-MO) – welches eine Grundeinstellung vieler junger Erwachsener widerspiegelt, wenn es um Vorsorge geht: unbesorgt im Hier und Jetzt zu leben, statt sich Sorgen über morgen machen zu müssen.

Pop-Kultur statt Werbung

Für das Video wurden von Sir Mary Musiker gesucht, die ihr Leben getreu dem Motto "Schiss uf morn!" gestalten. Daraus ergab sich eine Kooperation zwischen der Schweizer Rap-Crew Möchtegang und Dominik Richter, der statt sein Studium zu beenden, lieber auf Crowdfunding-Plattformen Geld für ein Demo-Video seiner Ein-Mann-Digeridoo-Technoband sammelt.


Beim Entwickeln des Songs hatten die Musikern komplette künstlerische Freiheit. Einzig das Motto wurde vorgegeben, und man einigte sich darauf, ein Musik-Video zu produzieren, das im besten Sinne schrill werden sollte. Sir Mary holte den deutschen Regisseur Shan Blume an Board, der sich als Regisseur von McFitti Videos mit entsprechender Ästhetik einen Namen gemacht hat. Als Produktionsfirma bekam doity den Zuschlag, konnten die Berliner doch durch ihre lange Kundenliste mit Namen wie Sido, Marteria, Nena oder Silbermond überzeugen.

Verlängert wird die Kampagne mit Native Stories in reichweitenstarken Medien. Durch die so generierten Datenpunkte wird die Zielgruppe in unterschiedliche Segmente aufgeteilt. Schliesslich wird sie über ein kanalübergreifendes Retargeting mit auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Botschaften wieder individuell angesprochen.
"Sumo" stiess auf breite redaktionelle Resonanz.
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"Sumo" stiess auf breite redaktionelle Resonanz.
Nebst dem Video und der Medienstrategie hat Sir Mary auch die Landingpage und diverse Paid Massnahmen konzipiert. Wobei sich die Online-Werbemittel visuell an das Musikvideo anlegen. Sie wurden aber absichtlich mit dem Handy produziert und überraschen mit kanalgerechten Inhalten für Instagram Stories und Facebook Ads.
Wer für die Kampagne zuständig ist:
Verantwortlich bei Allianz Suisse:

Corina Brunner, Simone Schmitt, Claudia Staub, Thomas Wegmann

Verantwortlich bei Sir Mary:

Florian Beck, Andi Portmann, Pascal Baumann, Constantin Camesasca, Tobias Röben, Paul Gutjahr, Jennifer Meier, Ria Breitenmoser, Nicolas Hostettler, Iva Bozovic, Ana Brankovic, Fabian Habisreutinger, Katharina Günther, Eticus Rozas, Daniel Zuberbühler

Musik:

Möchtegang, Dominik Richter, Dominik Perino (Produzent), GADGET - Reto Lazzarotto (Koordination/Management)

Filmproduktion:

doity - Sascha Pollack (Produzent), Shan Blume (Regie)
Die Kampagne dauert bis Ende August und ist nicht zuletzt wegen dem für eine Versicherung untypischen Musikvideo erfolgreich angelaufen. Dass der Song durchaus auch aneckt, war Kalkül: "Wir wollen, dass junge Erwachsene über Vorsorge reden. Deshalb haben wir zugelassen, dass die Musiker auch Themen ansprechen, die nicht uns von der Allianz beschäftigen, sondern die jungen Erwachsenen", sagt Claudia Staub und ergänzt: "Natürlich polarisiert das und erklärt auch die eine oder andere negative Reaktion."
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Bei Journalisten rannte Sir Mary mit der Kooperation offene Türen ein: So wurde sowohl im "Blick" als auch auf Radio Energy redaktionell über das vor Selbstironie strotzende Musikvideo berichtet. Thematisiert wurde auch die Frage, wie Versicherungen heute werben müssten, um die Aufmerksamkeit jüngerer Zielgruppen zu bekommen.
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