Beratungsfirma startet

Sasserath Herrmann Baumann Plus will bei der Transformation von Marken helfen

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Tobias Baumann, Marc Sasserath und Alex Herrmann (v.l.), starten gemeinsam in der Schweiz
© SHB+
Tobias Baumann, Marc Sasserath und Alex Herrmann (v.l.), starten gemeinsam in der Schweiz
Die ehemaligen Hotz-Berater Alex Herrmann und Tobias Baumann starten starten in Zürich mit dem deutschen Markenberater Marc Sasserath die Beratungsfirma Sasserath Herrmann Baumann Plus (SHB+). Dabei fungiert Sasserath als Chairman, Baumann und Herrmann übernehmen die Geschäftsführung des neuen Unternehmens.
Für den Markenstrategen Sasserath ist das Gründung Nummer 3 in den vergangenen drei Jahren: 2017 hat er zusammen mit dem Personalberater Fabian Kienbaum sowie Simon Loebel und Florian Wupperfeld die Firma Sasserath Kienbaum Plus (SK+) in London an den Start gebracht. Sie positioniert sich als „Entwicklungsfirma für Innovationskultur“. 2018 folgte in Hamburg mit Partner Hannes Ley das Joint Venture Sasserath Ley Plus (SL+), das seinen Schwerpunkt auf die Digitalisierung der Marketingorganisation legt und mit dieser Ausrichtung sowohl für Unternehmens- als auch für Agenturkunden arbeitet.

Gründung in Zürich

Nun also SHB+ in Zürich. Als Partner hat sich Sasserath zwei erfahrene Markenstrategen an Bord geholt: Baumann und Herrmann kommen von Hotz Brand Consultants in Steinhausen (Schweiz), wo sie bis Ende 2018 als Director Consulting beziehungsweise Strategy Director und Member of the Executive Board gearbeitet haben. Baumann war davor vier Jahre als Stratege bei Scholz & Friends Schweiz sowie zwei Jahre bei Jung von Matt/Brand Identity in Zürich als Markenberater tätig. Herrmann, der Sasserath aus der gemeinsamen Zeit bei Publicis Sasserath kennt, hat vor seiner Tätigkeit bei Hotz als strategischer Planer bei Wirz/BBDO sowie als Chefstratege bei Metadesign beruflich Station gemacht. Gemeinsam wollen die drei nun als Marken- und Transformationsberatung „an der Schnittstelle von Marke, Kultur, Innovation und Kundenerlebnis arbeiten“, sagt Herrmann. Diese vier Felder seien für SHB+ „die Stellschrauben für eine erfolgreiche Transformation, um als Unternehmen auch in Zukunft eine starke Marke zu sein“.


Anlass für die Gründung – neben der Attraktivität des Schweizer Markts als „Zuhause zahlreicher außergewöhnlicher Marken“ (Sasserath) – liefert eine private Verabredung von ihm mit seinem ehemaligen Mitarbeiter Herrmann. Beim Abschied von Publicis Sasserath habe dieser versprochen, sich zu melden, wenn er selbst unternehmerisch tätig werden wolle, berichtet Sasserath, nun sei es so weit.

Zunächst zu dritt wollen die Gründer Schweizer Unternehmen dabei beraten, wie sie die Themen Identität, Marke und Kultur im Transformationsprozess gestalten und nutzen können. Von klassischen Branding-Agenturen grenze sich ihr Angebot durch die „ganzheitliche und umsetzungsneutrale Sicht, wie SHB+ sie bietet“, ab, sagt Herrmann. Deutlich mehr Konkurrenz droht nach Ansicht von Sasserath vonseiten klassischer Beratungsfirmen wie Accenture und Deloitte, die gerade versuchen, sich im Arbeitsgebiet Digitale Transformation zu etablieren: „Sie haben in den letzten Jahren tolle Firmen und Leute eingekauft. Aber bei den Themen Identität, Marke und Kultur heben wir uns klar von ihren Leistungen ab. Bei uns stehen die Menschen im Mittelpunkt, nicht die Technologie“, benennt er die Positionierung von SHB+, mit der die Neugründung gegen den Wettbewerb punkten will. Denn das Trio hat sich viel vorgenommen: „Natürlich sind Grossunternehmen sehr interessante Auftraggeber, weil diese oft schon seit langem erkannt haben, dass sie sich stark wandeln müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Aber auch der Schweizer Mittelstand verspürt immer größeren Transformationsdruck und sucht nach neuen Wegen, diesem ganzheitlich begegnen zu können“, sagt Baumann.


Unterstützung können sich Herrmann und Baumann aus dem Netzwerk von Sasserath sichern. Es gebe immer die Möglichkeit, Ressourcen zwischen einzelnen Einheiten hin und her zu schieben, beispielsweise wenn es um Digitalisierung gehe, bei SL+ anzuklopfen, beziehungsweise bei SK+, wenn es um Innovationsthemen gehe, so Sasserath. Auch beim Thema Neugeschäft soll neben den bestehenden Kontakten in der Schweiz die Gruppe unterstützen, beispielsweise mit dem Club der Markenfreunde, einer Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussionen, die Sasserath Munzinger Plus einmal im Jahr in Berlin durchführt, oder der Trend Safari mit SK+ zu den Hotspots der Digitalisierung wie Berlin, Tel Aviv und Austin. ems

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