SFJ-Award 2019

Judit Solt wird für den besten Fachartikel ausgezeichnet

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Die Preisträger (v.l.): Markus Gehrig, Judit Solt und Carmen Hocker
© Anna Kohler, MK
Die Preisträger (v.l.): Markus Gehrig, Judit Solt und Carmen Hocker
Letzte Woche wurde der SFJ-Award 2019 für den besten Fachartikel vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Trendtagung «Fach- und Spezialmedien» im Folium in Zürich statt. Preisträgerinnen sind Judit Solt, Carmen Hocker und Markus Gehrig.

Platz 1: Judit Solt mit dem Artikel "Macht des Modells", erschienen in der Zeitschrift TEC21, Ausgabe 15/2019 

Würdigung der Jury:


Welche Herausforderungen stellen sich Architektur- und Ingenieurbüros, wenn Projekteingaben zunehmend als BIM-Modell erfolgen, d. h. sich der Methode des „Building Information Modeling“ bedienen müssen? Der Autorin gelingt es in hervorragender Weise herauszuarbeiten, wie folgenreich dieser Umbruch ist – und wie wenig er die Planungsbranche bisher aufzurütteln vermochte. Der umfangreiche Text bleibt durch seine transparente Gliederung jederzeit übersichtlich; die Leser/innen werden durch treffende Zwischentitel konsequent von Aspekt zu Aspekt geführt, wobei auch vor pointierten Aussagen nicht zurückgeschreckt wird („Die Köpfe stecken tief im Sand“). Die Autorin beweist immer wieder analytische Kompetenz, z. B. wenn sie plausibel macht, wieso das Thema bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten haben dürfte. Die Erklärleistung dieses in einem eleganten, luziden Deutsch verfassten Fachbeitrags wird in geeigneter Weise durch infographische Mittel sowie vielfältige textinterne und -externe Verweise unterstützt. Die Darstellung der Autorin wird durch ein breites Spektrum von zitierten Gewährspersonen geschickt mit kursierenden Positionen innerhalb der Baubranche verknüpft, wobei „fortgeschrittenere“ Branchen (Holz- und Stahlbau) als Inspirationen hervorgehoben werden. So eindrücklich der Text die Vorzüge der neuen Methode erläutert, so reflektiert legt er auch die offenen Fragen, ja Widersprüche bloss, die mit der Einführung von BIM verbunden sind. Zwischen „Software-Verkaufsevent“ und „Angstmacherei“ wählt dieser Text einen problemadäquaten Mittelweg, der am Textende durch Hinweise auf „neutrale Anlaufstellen“ auch noch eine Serviceleistung erbringt.


Platz 2 geht an Carmen Hocker mit dem Artikel "Wie blüten auf sich aufmerksam machen", erschienen in der Zeitschrift Bioterra 2/2019.


Platz 3 geht an Markus Gehrig mit dem Beitrag "Lademanagement in der Tiefgarage", erschienen in der Zeitschrift Elektrotechnik 4/2019.

Journalismus im Verborgenen

Die Titel der Gewinnerbeiträge mögen für Aussenstehende wenig spektakulär klingen aber dem entsprechenden Fachpublikum bieten sie gemäss der Jury Mehrwerte und dies verbunden mit einem spannenden Lesevergnügen. Fachjournalismus ist harte Recherche- und Schreibarbeit, jenseits der klingenden Schlagzeilen mit grossem Publikum. Nicht selten sind Beiträge wichtige Entscheidungshilfen und von daher ist der Einfluss von Fachartikeln auf Wirtschaft und Gesellschaft nicht zu unterschätzen.

 
Wir von HORIZONT gratulieren Judit Solt, Carmen Hocker und Markus Gehrig! 



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