Seco Konsumentenindex

Persönliche Finanzlage dämpft Konsumfreude

Die Konsumentenstimmung ist nach wie vor eher düster
© zVg.
Die Konsumentenstimmung ist nach wie vor eher düster
Die Konsumfreude in der Schweiz bleibt weiter gedämpft. Das ist ein Ergebnis des Konsumentenindex, den das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) viermal jährlich veröffentlicht. Mit −8 Punkten lag der Index der Konsumentenstimmung im Juli 2019 leicht unter seinem langjährigen Mittelwert (−5 Punkte). Im Vergleich zur Umfrage von April (−9 Punkte) hat sich die Einschätzung kaum verbessert.

Die verhaltene Stimmung ist insbesondere auf die Budgetsituation der Haushalte zurückzuführen. Sowohl ihre vergangene (−13 Punkte) als auch die erwartete finanzielle Lage (−8 Punkte) beurteilen die Eidgenossen klar unterdurchschnittlich (Mittelwert: −6 Punkte bzw. +2 Punkte). Deshalb bleibt auch ihre Neigung zu grösseren Anschaffungen auf einem unterdurchschnittlichen Niveau (−11 Punkte; Mittelwert: −6 Punkte). „Die Umfrageergebnisse lassen deshalb lediglich eine verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben erwarten“, so das Fazit des SECO.



Etwas optimistischer betrachten die Befragten hingegen die zukünftige Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage. Mit 0 Punkten übersteigt der entsprechende Teilindex zumidnest seinen Mittelwert (−9 Punkte). Er liegt aber einiges tiefer als in den Jahren 2017 und 2018, in denen die Wirtschaft dynamisch zulegte. Der aktuelle Stand dieses Teilindex deutet somit auf ein moderates Wirtschaftswachstum hin.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt bleiben die Befragten insgesamt zuversichtlich, obwohl sie eher steigende Arbeitslosenzahlen vermuten. Der entsprechende Teilindex ist signifikant angestiegen (von 31 Punkten im April auf 39 Punkte im Juli), bleibt aber weiterhin unter dem Durchschnitt (48 Punkte). Dies ist im Einklang mit der tiefen Arbeitslosenquote, deren Rückgang sich jüngst abgeflacht hat. Während die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten also etwas weniger optimistisch ausfallen, wird die Sicherheit der Arbeitsstellen unverändert als überdurchschnittlich beurteilt.


Die Umfrageresultate zeigen zudem eine Änderung der erwarteten Preisentwicklung. Der entsprechende Teilindex ist von 52 auf 47 Punkte zurückgegangen. Dies dürfte mit den tieferen Erdölpreisen zusammenhängen, die einen Rückgang der Inflation erwarten lassen.

Die Entwicklungen der Teilindizes hat das SECO hier veröffentlicht

stats