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Schweizer TV-Tag wird zur Video on Demand-Plattform

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Die Screen up findet in diesem Jahr ab 1. Oktober als Special Edition statt
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Die Screen up findet in diesem Jahr ab 1. Oktober als Special Edition statt
Ende August fiel die Entscheidung. 2020 wird es aufgrund von Corona keine Screen-up geben. Die Absage ist ein Novum in der Geschichte des Schweizer TV-Tages. Doch auf die Vorstellung der Programm-Highlights im kommenden Jahr wollten die Macher von Goldbach und Admeira nicht verzichten. Ab dem 1. Oktober geht auf der Website der Screen-up die Screen-Update Special Edition live. Auf der Plattform stellen die Sender ihre Screenings als Video on Demand vor.
Hinter dem Organisationsteam von Goldbach und Admeira liegen wechselhafte Wochen. Erst hatte man wie gewohnt mit der Planung begonnen, dann kam Corona und der gesamte Schweizer TV-Tag stand auf der Kippe. Dann gab es im Frühsommer Hoffnung. Die Infektionszahlen gingen zurück, die Lage schien sich zu entspannen, der Bundesrat ließ Lockerungen zu. Die Screen-up schien möglich zu werden - als Special Edition mit einer verkürzten Vorstellung der Programm-Highlights der TV-Sender, ein paar Keynote-Speakern, einem Hygienekonzept und einer limitierten Anzahl von Gästen. Zudem sollte das Event online per Stream verfolgt werden können. "Von dieser Idee mussten wir uns verabschieden, als sich die Situation im August aufgrund von Corona wieder verschärfte", sagt Iris Blättler, Leitung Unternehmenskommunikation bei Goldbach. Seitdem konzentriert sich die Mannschaft auf die Planung eines reinen Online-Events.


Ab dem 1. Oktober stellen die Sender auf der Website des Schweizer TV-Tages ihre Screenings live. Die Programmhöhepunkte des kommenden Jahres sind dort als Video on Demand bis Ende des Jahres abrufbar. Der Vorteil: Die Formate können immer wieder und auch zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut werden. "Vier Stunden Screening als Video sind einfach zu lange", begründet Blättler die Entscheidung das Event nicht einfach ohne Publikum und reines Screening veranstalten zu wollen. Für das neue Format haben die Sender ihre Screenings  teilweise angepasst. "Wir sind sehr froh, dass sich die Sendergruppen flexibel in der Aufbereitung und der Verschiebung des Datums gezeigt haben und nun gewohnt spannende, aber für ein Online-Publikum aufbereitete Leckerbissen präsentieren", erklärt Blättler.

Dass die Screen-up in der aktuellen Lage für die Sender vielleicht noch wichtiger als in den vergangenen Jahres ist, zeigen die aktuellen Zahlen von Mediafocus. Danach haben sich die Spendings der Werbe-Auftraggeber in der Gattung zwar verbessert. Aber mit Blick auf das gesamte Jahr weist die Branche dennoch ein Minus von fast neun Prozent aus. Trotzdem ist während des Lockdowns der Konsum von TV in der Schweiz angestiegen. News und Unterhaltung haben die Schweizerinnen und Schweizer vor allem vermehrt nachgefragt. Entsprechend positiv blickt Blättler auf den restlichen Jahresverlauf. "TV hat sich als Medium bewiesen, dem man vertraut. Insofern blicken wir optimistisch in die Zukunft."  mir
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