Schweizergarde

Schutztruppe des Papstes entdeckt das Marketing

Nach 513 Jahren betreibt die Schweizergarde erstmals Marketing
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Nach 513 Jahren betreibt die Schweizergarde erstmals Marketing
Das ist eine kleine Revolution. Erstmals seit ihrer Gründung vor 513 Jahren sucht die Schweizergarde neues Personal für den Schutz des Papstes. Werbevideos im Web und Workshops sollen junge Männer vom Dienst in Rom überzeugen.
Dass die katholische Kirche Probleme hat, Nachwuchs für Priester zu finden, ist nicht neu. Jetzt aber hat auch die Schweizergarde zunehmend Probleme, junge Männer für den Schutz des Papstes in Rom zu begeistern. Deshalb greift die Truppe nun zu modernen Mitteln. "Wir machen nun Marketing – erstmals seit unserer Gründung", erklärt Christoph Graf, Kommandant der Garde, in einem Gespräch mit der deutschen Nachrichtenagentur dpa.
Für Graf sind mehrere Ursachen für den Bewerbermangel verantwortlich. Neben der guten Wirtschaftslage in der Schweiz und die geburtenschwachen Jahrgänge, spielt auch "die geringer werdende Bedeutung des Glaubens in der Gesellschaft" eine Rolle. Deswegen will die Truppe jetzt gegensteuern. Videos im Internet und Workshops sollen junge Menschen im ersten Schritt ansprechen und neugierig machen.  "Wir werden das weiter ausbauen, sind dabei aber noch in der Experimentierphase", sagt Graf weiter. mir


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