Schweizer Tatort

Auszeichnung beim Baden-Badener Fernsehfilm-Festival

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wirre Handlung, preiswürdige Regie: Der Schweizer Tatort "Die Musik stirbt zuletzt"
© zVg.
wirre Handlung, preiswürdige Regie: Der Schweizer Tatort "Die Musik stirbt zuletzt"
Beim Publikum und den Kritikern rief das Werk ein geteiltes Echo hervor. Nichtsdestotrotz wurde der Schweizer „Tatort – Die Musik stirbt zuletzt“ am Freitagabend auf dem Fernsehfilm-Festival Baden-Baden mit dem Sonderpreis für Regie ausgezeichnet.



Regisseur Dani Levy nahm die SRF-Produktion in einer einzigen Kameraeinstellung auf. „Der Film hat eine Bedeutung, die weit über das Medium hinausragt“, begründet die Jury ihren Entscheid gemäss einer Mitteilung des SRF. Es sei eine „organisatorische und handwerkliche Höchstleistung, die stilistisch alle Grenzen durchbricht, an die wir uns bei Fernsehfilm gewöhnt haben.“  Zudem habe der Regisseur Dani Levy dem Film eine zutiefst persönliche Farbe gegeben. Dies unter anderem durch den Einsatz von Musik, welche von Komponisten stammt, die dem Holocaust zum Opfer fielen. Soweit das Urteil der Jury, Der Film stiess bei der Ausstrahlung auf geteiltes Echo: Die deutsche „Bild“ fand den Krimi sogar zu schlecht zum Senden.

„Die Musik stirbt zuletzt“ handelt von einem Benefizkonzert in Gedenken an die Opfer des Holocaust. Gastgeber des Konzertes ist der schwerreiche Unternehmer Walter Loving. Er hat zahlreichen Juden zur Flucht verholfen, aber ist er wirklich der, für den ihn alle halten? Nach einem Giftanschlag ermitteln die Kommissare Reto Flückiger und Liz Ritschard.


Das Fernsehfilm-Festival Baden-Baden wird verliehen von der Deutschen Akademie für Darstellende Künste und dem Sender 3sat. In diesem Jahr fand er zum 30. Mal im Kurhaus in Baden-Baden statt. Am Festival wurden insgesamt neun deutschsprachige Fernsehfilme ausgezeichnet.
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