Schweizer Digitaltage

Veranstalter ziehen positive Bilanz und vermelden 80'000 Teilnehmende

   Artikel anhören
© Horizont
Während der letzten drei Tage konnten die Besucher in die vielschichtige Welt der Digitalisierung mit Diskussionsmöglichkeiten, Lernimpulsen, Unterhaltung, hochkarätigen Gästen aus dem In- und Ausland und inspirierenden Gesprächen  eintauchen. Es standen über 500 kostenlose Angebote zur Auswahl.
Zum vierten Mal in Folge wurde die landesweite Veranstaltung von digitalswitzerland in Zusammenarbeit mit über 100 Partnern ausgerichtet. Der Einladung folgten über 80'000 Personen, die sowohl online als auch physisch teilnahmen. Im Mittelpunkt des Grossanlasses stand die Frage, was sich die Bürgerinnen und Bürger von der digitalen Zukunft wünschen. Themen wie Transparenz, Sicherheit, Freiheit und Menschlichkeit beschäftigen sie am meisten. An mehr als 200 Learning Labs nahmen über 3'500 Personen teil, um ihre digitalen Kompetenzen zu vertiefen. Was der Digitaltag sonst noch an Erhellendem zu bieten hatte?

Welches Tool darf es sein?

Tanya König fragte Gäste, welche digitalen Tools sie nutzen oder ob sie lieber analoge Lösungen bevorzugen. Sie konnte Google Schweiz CEO Patrick Warnking, Jörg Mäder von den Grünliberalen, Leo Fellmann von Accenture, Influencerin Michelle Melody, Nemo und Ärztin Tanja Volm befragen.

Die Digitaltage fanden mehrheitlich online statt

Zum ersten Mal fand die Mehrzahl der Veranstaltungen jedoch online statt. Neu waren dieses Jahr auch Aarau, Brig, Grenchen, La Chaux-de-Fonds, Martigny, Neuchâtel, Olten, Sierre, Sion, Solothurn, St. Moritz, Vaduz, Winterthur und Zermatt dabei. Basel, Bern, Biel, Genf, Lausanne, Lugano, St. Gallen, Yverdon und Zürich schlossen sich erneut der Digitaltage-Bewegung an. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage sowie den geltenden gesetzlichen Bestimmungen vom Bund, wurden viele physische Programmpunkte abgesagt.

5G als politische Herausforderung

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga thematisierte in ihrer Eröffnungsrede wie die Menschen beim Ausbau der Infrastruktur für die Digitalisierung miteinbezogen werden sollten. Hierbei stellt besonders die Weiterentwicklung des 5G-Netzes eine anspruchsvolle Aufgabe dar. 5G sei wichtig für die Digitalisierung. Sommarugas klares Ziel: Die Digitalisierung darf die Schweiz nicht spalten, sondern muss den Zusammenhalt im Land stärken.

Digitale Kompetenzen in der Bevölkerung entwickeln

Zum ersten Mal konnte die Bevölkerung während den Digitaltagen kostenlose Learning Labs besuchen, in denen in nur 45 Minuten eine bestimmte digitale Kompetenz erworben werden konnte. Eine Umfrage unter den Teilnehmern fiel durchweg positiv aus: Der Grossteil fand den besuchten Kurs nützlich und möchte in Zukunft die neuen digitalen Fähigkeiten weiter ausbauen.

Europaweite Förderung des bürgernahen Dialogs

Ein wichtiger Meilenstein wurde während der Digitaltage mit der Ankündigung einer europäischen Allianz zwischen den sieben Vertretern der Organisationen, die sich für die Digitalisierung in ihren Ländern engagieren, gesetzt.

Eine Weltrekord gab es auch

Auf Corviglia oberhalb von St. Moritz, auf einer Höhe von 2500 Metern über Meer, stellte die Formel-E der Lüfte mit dem höchsten Drohnenrennen einen Weltrekord auf. Michael Isler gewann das Rennen vor Timothy Trowbridge und Raphael Gion Strähl. Es galt, eine Rennstrecke mit einer Länge von rund 450 Metern pro Runde und einer Gesamtlänge von 1,8 km zu bezwingen. Das Rennen wurde zusammen mit der Swiss Drone League organisiert.






Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats