Schweizer Automarkt

Mini und Subaru trotzen im Mai dem Negativtrend

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Ende Mai starte Mini eine Kampagne für den Countryman
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Ende Mai starte Mini eine Kampagne für den Countryman
Der Schweizer Automarkt leidet weiterhin unter der Corona-Pandemie. Im Mai gingen die Neuimmatrikulationen gegenüber dem Vorjahr um über 50 Prozent zurück. Lediglich Mini und Subaru melden ein Plus. Im bisherigen Jahresverlauf sieht es nicht besser aus. Danach verlor der Markt zwischen Januar und Ende Mai rund 39 Prozent.
Es sind keine gute Zahlen, die Auto-Schweiz für den Mai meldet. Im vergangenen Monat haben die Schweizerinnen und Schweizer 13.890 Personenwagen immatrikuliert. Das ist ein Minus von 50,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das liest sich zwar besser als das historische Minus vom 67,2 Prozent im Monat April - aber von einer Erholung in der Autobranche kann keine Rede sein. Die Bremsspuren des Lockdowns infolge der Corona-Pandemie sind deutlich zu sehen. Nach fünf Monaten liegt das Minus im Gesamtjahr bei 38,9 Prozent. "Die Markenbetriebe unserer Mitglieder sind froh, endlich wieder Kundschaft in ihren Schauräumen begrüssen zu dürfen", erklärt Auto-Schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik, "doch die Kaufzurückhaltung ist natürlich spürbar."


Die Folge: Im Mai können lediglich zwei Marken in der Schweiz ein Plus beim Absatz melden. Während Mini ein Plus von 5,8 Prozent schafft, erreicht die Geländewagen-Marke Subaru eine Steigerung von 6 Prozent. Die restlichen Marken verharren fast alle im hohen zweistelligen Minus, darunter auch Marktführer VW. Hier steht im Mai ein Minus von fast 60 Prozent in den Büchern. Lediglich Tesla und Porsche kommen mit einem Rückgang von 9,7 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent mit einem blauen Auge davon.

Wie schwer sich alle Autohersteller in der Schweiz im bisherigen Jahresverlauf tun, wird auch an anderer Stelle sichtbar. In den ersten fünf Monaten des Jahres erreicht lediglich Porsche ein Plus bei den Neuzulassungen von 8,8 Prozent, alle anderen sind deutlich im Minus. Selbst Tesla als hippe E-Automarke verliert im Jahresvergleich 39 Prozent. Zwar steht Volkswagen weiter an der Spitze der Neuzulassungen in der Schweiz und Liechtenstein, trotzdem schmerzt der Verlust von fast 41 Prozent. Und das wird wohl noch eine Weile so bleiben, mit allen Folgen für Händler, Hersteller und den Werbemarkt. Mit einem Wiedererstarken der Neuzulassungen von Personenwagen rechnet Auto-Schweiz jedenfalls erst ab der zweiten Jahreshälfte. mir
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