Schweizer Automarkt

Data Force erwartet 2022 einen anziehenden Automarkt

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Die Data Force-Prognose für den Schweizer Automarkt im Überblick
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Die Data Force-Prognose für den Schweizer Automarkt im Überblick
Der Automarkt in der Schweiz wird in diesem Jahr nahezu stagnieren. Das geht aus einem Report von Data Force hervor. Die Marktbeobachter erwarten bis Ende des Jahres 244.000 Neuimmaktrikulationen. Das sind drei Prozent mehr als 2020. Zuletzt hatte Auto-Swiss für die ersten zehn Monate des Jahres 195.111 Neuzulassungen gemeldet, ein Plus von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitrau. Im kommenden Jahr dagegen soll der Mark wieder anziehen. Data Force erwartet ein Plus von 13 Prozent.

Leicht hatte es die Schweizer Autoverkäufer in diesem Jahr nicht. Erst der Lockdown, dann der Chipmangel. Die Folgen lassen sich jetzt schon ablesen. 2021 wird der Schweizer Automarkt nur um drei Prozent wachsen. Darauf haben sich die Marktbeobachter von Data Force in ihrer Prognose festgelegt. Insgesamt sind so rund 244.000 Neuzulassungen zu erwarten. Für das kommende Jahr dürfte der Markt dagegen dann anziehen. "Im nächsten Jahr rechnen wir mit einem stärkeren Anstieg um knapp 13 Prozent. Unter den Verkaufskanälen werden die Autovermieter, gefolgt vom Relevanten Flottenmarkt, die grössten prozentuale Anstiege verzeichnen", heisst es bei Data Force. So müssten die Vermieter ihren Fahrzeugbestand wieder aufstocken, um die anziehende Nachfrage aus Tourismus- und Geschäftsreisen auch bedienen zu können. Die Nachfrage bei den Flottenkunden werde aus zwei Gründen ansteigen, prognostizieren die Analysten. Zum einen wegen der anziehenden Konjunktur, zum anderen, weil die Unternehmen aufgeschobene Käufe nachholen würden. sondern auch, weil viele aufgeschobene Käufe nachgeholt werden.


Innerhalb der Kraftstoffarten legen ,lau Untersuchung Plug-In Hybride (+39 Prozent) am deutlichsten zu, dicht gefolgt von den batterieelektrischen Fahrzeugen und den Vollhybriden. Aber auch bei den Benzinern zeichnet sich 2022 nach Überwindung der Produktionsengpässe eine Erholung ab.

Ganz so optimistisch wie Data Force ist man beim Auto-Swiss nicht, sowohl was die letzten Wochen des Jahres angeht als auch mit Blick auf das kommende Jahr. "Der Nachschub an elektronischen Bauteilen, vor allem Halbleiterprodukten, bei den Automobilherstellern stockt massiv. Deshalb werden sich die Aussichten auf Wachstum nach dem Corona-Einbruch im vergangenen Jahr wohl nicht erfüllen. Auch 2022 werden wir die Auswirkungen dieser Krise noch deutlich spüren", sagt Mediensprecher Christoph Wolnik. Wann es am Schweizer Auto-Markt wieder bergauf gehen werde, sei derzeit nicht abzusehen.

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