Schweiz Tourismus

Schweiz soll neu als Gesundheitsdestination vermarktet werden

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© zvg.
Schweiz Tourismus (ST) will die Schweiz künftig als Gesundheitsdestination anpreisen und sie weltweit als eine der Top5 Health Destination positionieren. Das sagte ST-Direktor Martin Nydegger an der ST-Bilanzkonferenz bekannt.
"Wir erschliessen diese neue Tourismus-Form, die zeitund raumunabhängig ist", sagte Martin Nydegger. Dabei wolle man einerseits Gäste für Spa & Wellness andprechen, andererseits aber auch Medical-Tourists … in erster Linie aus Russland und den GUS-Staaten, aber auch aus den Golfstaaten, China, Grossbritannien und Skandinavien. Die Angebote lanciere man gemeinsam mit Kurhäusern, Kliniken und Universitätsspitälern.


Dieses Jahr Spezial im Fokus von ST ist auch das Thema "Weintourismus" – einerseits wegen des "
Fête des Vignerons" am Genfersee, aber auch, weil die Grossveranstaltung in Vevey steht auf der UNESCO-Liste der immateriellen Kulturgüter steht. Dass zudem der Concours mondial de Bruxelles, eine der weltweit grössten Weinmessen, in Aigle stattfindet, kommt in dieser Hinsicht gelegen. Dazu wird ST im Herbst eine Plattform geben mit Wanderungen, Unterkünften, geführten Erlebnisse und Degustationen.

ST will 20 Millionen Franken mehr als der Bundesrat vorsieht

Alle vier Jahre steht die Finanzierung von ST in Bundesbern zu Debatte – aktuell stammen 56 Prozent des ST-Budgets aus der Bundeskasse: Diesmal beantragt der Bundesrat für die nächsten vier Jahre (2020 - 2023) je 55 Millionen Franken, also total 220,5 Millionen Franken. Zu wenig, findet Nydegger. Die Tourismusbranche fodere 60 Millionen. 
Denn vor vier Jahren habe das Parlament für die ST-Arbeit von 230 Millionen Franken gesprochen. Eine Senkung dieses Beitrags sei nur schon wegen der hohen asiatischen Teuerung und zur Bewältigung der zusätzlichen digitalen Dimensionen des Marketings falsch, im Gegenteil, eine Erhöhung auf 240 Millionen sei notwendig, fand Nydegger.

Der ST-Direktor betonte zudem, dass das Marketing von ST effizient sei: Gemäss einer Studie, die alle vier Jahre durchgeführt und von der HSG verifiziert werde, gehe jede 7. Logiernacht in der Schweiz auf die Werbemassnahmen von ST zurück. Auch sei MySwitzerland.com g
emäss Alexa Ranking die führende nationale Tourismus-Website der Welt (Platz 7'551): "Wir stehen weit vor London (22'888) und Neuseeland (30'728)!", sagte Nydegger stolz. Allerdings tue ein Relaunch Not: Man wolle die Website deshalb fit machen für neue Innovationen wie Augmented Reality oder Artificial Intelligence und das Portal beispielsweise auch mit VR-Brille "begehbar" machen.

3,8 Prozent mehr Hotelgäste

2018 konnte der Schweizer Tourismus einen Gäste-Zuwachs aus praktisch allen Ländern verbuchen. Die Bilanz: 3.8 Prozent mehr Hotelübernachtungen als 2017 oder insgesamt 38.8 Millionen Hotellogiernächten. Aus der Schweiz sind das mit 17.4 Millionen 2.9 Prozent mehr Hotelübernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. aus Europa ein Plus von 3.7 Prozent.


Speziell erfolgreich war eine ST-Kampagne zusammen mit der SRG im Bereich 
User Generated Content: Die Schweizer Bevölkerung schickte fleissig Herbstfotos ein für das "Herbstbild des Tages" auf SRF, RTS und RSI – insgesamt kamen so 50 Miillionen Kontakte zustande.

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