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Stellenabbau bei der Zeitschrift L'Illustré

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Das Magazin L'Illustré ist eine Institution in der Romandie.
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Das Magazin L'Illustré ist eine Institution in der Romandie.
Die Redaktion der Zeitschrift L’illustré wird im Zuge einer Reorganisation verkleinert. Grund für die nötig gewordene Verschlankung der Strukturen sind drastisch gesunkene Werbeeinnahmen während der letzten Jahre. L’illustré setzt künftig auf ein starkes redaktionelles Kernteam sowie vermehrten Einbezug von Freelancern aus der Romandie.

Sinkede Werbeeinnahmen 

Seit Jahren setzen sinkende Werbeeinnahmen den Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt massiv unter Druck. Auch L’illustré ist mit dieser Entwicklung konfrontiert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise haben die Lage zusätzlich verschärft. Alexander Theobald, CEO Ringier Axel Springer Schweiz: «L’illustré hat einen festen Platz im Lesermarkt der Suisse romande, konnte 2019 die Leserschaft sogar steigern und wird vom Publikum nach wie vor sehr geschätzt. Wir müssen den Titel für die Zukunft aber auf ein neues Fundament stellen, denn die Werbeumsätze haben sich in den letzten sechs Jahren mehr als halbiert.»

Acht Stellen werden abgebaut

Die Restrukturierung umfasst einen Abbau von acht Stellen und setzt sich zusammen aus vier Entlassungen sowie vier Frühpensionierungen. Michel Jeanneret, Chefredaktor L’illustré: «Ich bedauere zutiefst, dass wir uns von einer Reihe geschätzter Kolleginnen und Kollegen trennen müssen. Eine solche Entscheidung ist besonders schmerzhaft. Uns ist aber auch bewusst, dass dieser Schritt für das Fortbestehen von L’illustré unumgänglich ist.» Für die entlassenen Mitarbeitenden kommen flankierende Massnahmen zum Einsatz, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Mehr Freelancer erhöhen Flexibilität 

Künftig wird eine 23-köpfige Redaktion den publizistischen Kern von L’illustré bilden. Dazu kommt ein Pool an freien Mitarbeitenden, die zielgerichtet und nach Bedarf eingesetzt werden. «In neuer Aufstellung und mit starkem Einbezug von Freelancern aus der Suisse romande werden wir alles daran setzen, um für unsere Leserinnen und Leser auch weiterhin das zu bleiben, was wir seit 99 Jahren für sie sind», so Jeanneret. «Eine Garantin für Qualität und treue Begleiterin in allen Lebenslagen – erst recht auch in der digitalen Welt.»

Neue Plattform "Mes Droit" lanciert

Am 1. April hat L’illustré mit «Mes Droits» eine neue digitale Plattform lanciert, die den Abonnentinnen und Abonnenten eine juristische Beratung bietet. Das Magazin plant zudem einen weiteren Ausbau seines digitalen Angebots, eine komplette Erneuerung des Leser-Clubs und eine besondere Aktion für das 100-jährige Jubiläum im kommenden Jahr.


Über L'illustré:
L’illustré ist das beliebteste Magazin der Westschweiz und in der Gesellschaft tief verankert. Am Puls der Zeit überrascht das Magazin jede Woche mit spannenden Beiträgen über Aktualitäten und Ereignisse, die die Gesellschaft prägen. Spannende Begegnungen mit Prominenten und eindrückliche Exklusiv-Reportagen bereichern die Leserinnen und Leser genauso wie praktische Lesertipps und Ideen für die ganze Familie. L’illustré ist das französischsprachige Pendant zur Schweizer Illustrierten.
Schweizer Illustrierte und Illustré in einheitlichem Look
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Ab sofort intensivieren Schweizer Illustrierte und L'illustré ihre Zusammenarbeit und erscheinen im überarbeiteten, einheitlichen Look. Von den Logos über die Schriften bis zu den Rubriken wurden ausgewählte publizistische Details angepasst und modernisiert. L’illustré ist diesen Mittwoch, 13. November 2019, erstmals im neuen Gewand erhältlich. Die Schweizer Illustrierte folgt am Freitag, 15. November 2019.



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