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"We care by Ricola" bringt der Marke Sympathie und Erfahrungen im E-Commerce

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Ricola steigt während der Corona-Krise in den E-Commerce ein
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Ricola steigt während der Corona-Krise in den E-Commerce ein
Es war mehr als nur der Start in den E-Commerce. Mit „We care by Ricola“ hat die Schweizer Kultmarke mitten im Lockdown, Geschäft mit gesellschaftlichem Engagement verbunden. Mit einem Überraschungspaket Nähe schaffen in Zeiten räumlicher Distanz, das war das Ziel von Ricola. Jetzt läuft die Aktion aus. Zeit einmal nachzufragen, was davon bleibt.
Es muss nicht Zalando sein - damit Menschen vor Glück schreien. Manchmal reicht auch ein Paket vom Chef, Firmenpartner oder einem Freund, der gerade an einen gedacht hat. Mit einer Auswahl von Ricola-Produkten. Während andere Firmen sich wegducken und auf die Bremse gehen, lanciert das Familienunternehmen im April mitten in der Corona-Pandemie das Projekt „We care by Ricola“. Es ist eine Aktion, die helfen soll, Nähe trotz Abstand halten herzustellen, die aber auch den E-Commerce im Unternehmen weiter voranbringen soll.


Es ist eine Brücke, die Geschäft mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Von jeder Bestellung erhält die Corona-Sammlung der Glückskette einen Franken. Die Organisation kümmert sich um Menschen, die besonders von der Panemie betroffen sind, Familien, ältere Menschen, Einzelpersonen, die unter den Folgen von Covid-19 leiden.

Wie viele Bestellungen und wie viele Menschen es gab, will Tatjana Nebel allerdings nicht sagen. "Ich kann so viel verraten, dass Menschen in Rollen mit Personalverantwortung ihre gesamte Belegschaft mit Ricola Care Paketen beschenkt haben und Tourismusregionen ihren Partnern für eine tolle Zusammenarbeit gedankt haben", sagt die Projektleiterin und Director Innovation bei Ricola.


Gleichzeitig sammelt das Unternehmen Sympathiepunkte für die Aktion und für die Markenführung. "We care" by Ricola ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man Marken durch turbulente Zeiten führt und diese mit gezielten Kommunikationsmassnahmen pflegt", bewertet beispielsweise Severin Lienhard, Studiengangsleiter des CAS Kommunikation und Management an der Universität St. Gallen die Aktion auf Linkedin. "Darüber hinaus haben wir sehr viel positives Feedback von Schenkenden und Beschenkten erhalten und sehr viele positive Kommentare über Social Media“, sagt Nebel.
Die Aktion, die Ricola lediglich per Mail, Postings und online kommuniziert hat, führte zudem dazu, dass sich Mitarbeiter privat sozial engagiert haben. So gründete Adnan Grozdanic, ein Mitarbeiter aus dem Sales-Team, mit Freunden einen Lebensmittellbringdienst für Risikopatienten. Im französischen Markt verloste Ricola Pakete. Zudem entstand hier auch die Idee, das Soundlogo in das  gedruckte Wort zu übersetzen, um Menschen zum Abstandhalten zu motivieren.

Doch wie geht es nun weiter? Fakt ist, dass „We Care“ in seiner derzeitigen Form und mit dem Corona-Kontext in diesen Tagen ausläuft. Doch das dürfte nicht das Ende sein, sondern eher ein Anfang. "Wir haben sehr viel über den Bereich Direct to Consumer dazugelernt", sagt Nebel. Und weiter: „Für uns ist We Care sicher ein sehr guter Start in den Bereich E-Commerce und wir werden die Learnings in weitere Projekte, in unserem B2B, Kunden- & Mitarbeitergeschenke Geschäft, aber auch für B2C einfliessen lassen.“  Nicht ausgeschlossen ist, dass es dabei auch ein Wiedersehen mit We care geben könnte.
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