Restrukturierung

SRF baut um und streicht Inhalte

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Das von Reto Lipp moderierte Magazin "Eco" wird es in der gewohnten Form nicht mehr geben
© SRF/Oscar Alessio
Das von Reto Lipp moderierte Magazin "Eco" wird es in der gewohnten Form nicht mehr geben
Im Herbst 2019 hat SRF mitgeteilt, dass der Sender seine Kosten 2020 zusätzlich um mindestens 16 Millionen CHF senken müsse. Dem Sparverdikt fiel unter anderem bereits eine "Tatort"-Folge zum Opfer. Nun geht es weiteren Sendungen an den Kragen.
Von 2021 an verzichtet SRF nach eigenen Angaben auf "Viva Volksmusik", "Einstein Spezial" und die Übertragung externer Veranstaltungen wie "Art on Ice". Die tägliche Sportsendung "Sportaktuell" – aufgrund der Coronasituation bereits ausgesetzt – kehrt nicht mehr zurück ins Programm. Auch das Wirtschaftsformat "Eco" fällt dem Rotstift zum Opfer. Aus dem seit 13 Jahren ausgestrahlten SRF1-Magazin am Montagabend soll ein wöchentlicher Talk zu Wirtschaftsthemen werden.


Reduktionen im Radio gibt es laut einer Medienmitteilung bei Jazz- und Klassik-Musikproduktionen sowie bei Sendeplätzen in Literatur und Religion. Deutlich reduziert wird auch der Einkauf von internationalen Filmen und Serien sowie Dokumentationen. Zugunsten von Schweizer Serien und des "Tatort" produziert SRF auch weiterhin keine neuen Fernsehfilme.

Die Veränderung der Programmangebots hat SRF-Direktorin Nathalie Wappler heute dem Transformationsprojekt "SRF 2024" zugeordnet, das im November vergangenen Jahres gestartet wurde. Dafür reduziert SRF im Linearen, um im Digitalen aufzurüsten. Ein Beispiel: Der Sender will seine Präsenz auf Drittplattformen wie Instagram und Youtube erhöhen, und zwar mit drei neuen Musikkanälen (Rap/Hip Hop, Rock/Pop und Volksmusik/Schlager) und einer digitalen Wissensplattform, zu der unter anderem Inhalte aus Natur und Umwelt gehören.


Innerhalb der SRF-Organisation kommt es demnach zu Umbauten: Die beiden Abteilungen Digital und Programme werden aufgelöst und machen den neuen Abteilungen Audience und Distribution Platz. Der Startschuss der Neuorganisation soll am 1. April kommmenden Jahres fallen.
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