Reportagen Festival Bern

5.000 Personen besuchten die erste Ausgabe und den "True Story Award"

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Die Haupt-Jury des ersten True Story Award
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Die Haupt-Jury des ersten True Story Award
Rund 5.000 Interessierte besuchten während des Festival-Wochenendes die 52 Veranstaltungen des ersten Reportagen Festivals Bern. Am Samstagabend wurde mit dem "True Story Award" erstmals ein global ausgerichteter Preis für Reporterinnen und Reporter verliehen. Verleihung des "True Story Award"
Mit der Schlussveranstaltung "Reporters unplugged" im Theater am Käfigturm ging gestern das erste Reportagen Festival Bern zu Ende. Am dreitägigen Festival (30. August bis 1. September 2019) gaben 60 internationale Reporterinnen und Reporter an 52 öffentlichen Veranstaltungen Einblick in ihr Schaffen. Das erste Reportagen Festival Bern stiess auf grosses Interesse beim Publikum: Rund 5.000 Interessierte nahmen an den kostenlosen Erzählungen, Panel-Diskussionen und Workshops teil – fast alle der 52 Veranstaltungen waren bis auf den letzten Platz besetzt. 130 Freiwillige standen über das Wochenende im Einsatz, 35 Medienschaffende amteten als Moderatorinnen und Moderatoren.


Der Veranstalter, der Verein Reportagen Festival Bern, gegründet von Bern Welcome und dem Magazin "Reportagen", ist mit der ersten Durchführung zufrieden. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen", zeigt sich Mit-Initiant und Co-Festivalleiter Daniel Puntas Bernet erfreut. "Dass sich so viele Personen für die Hintergründe des Weltgeschehens interessieren, bestärkt uns in unserer Initiative." Co-Festivalleiterin Sabrina Jörg ergänzt: "Das Reportagen Festival Bern hat den Besucherinnen und Besuchern spannende Einblicke hinter die Kulissen des Reportagenjournalismus ermöglicht und ihnen die einmalige Gelegenheit geboten, sich mit Medienschaffenden aus unterschiedlichsten Weltregionen und Kulturen auszutauschen."

So erzählte beispielsweise US-Reporter und Schriftsteller Jon Lee Anderson von seinen Recherchen in Kabul nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001. Lukas Messmer, Südostasien-Korrespondent für das SRF, diskutierte mit Reportern aus Taiwan über die Entwicklung der Demokratie in Hong Kong und Taiwan. Diese Panel-Diskussion wurde von SWI swissinfo.ch live übertragen.
Das Herzstück des Reportagen Festival Bern war die Verleihung des "True Story Award" am Samstagabend im bis auf den letzten Platz besetzten Stadttheater Bern. 39 Texte waren für den ersten globalen Reportagen-Preis nominiert. Sie alle wurden von Schauspielerinnen und Schauspielern der Hochschule der Künste Bern auf der Bühne inszeniert. Ausgezeichnet mit dem 1. Platz wurde die Reportage "Monitor 1" vom russischen Reporter Shura Burtin. "Die Gewinner-Reportage blieb uns besonders in Erinnerung: Das feinfühlige Porträt eines Menschenrechtsaktivisten aus Tschetschenien ist eine äusserst umfassende Reportage. Der Journalist begab sich in grosse Gefahr, um dieses gesamtheitliche Bild zu zeichnen", sagte Jurymitglied Patrick de Saint-Exupéry in seiner Laudatio. Über den zweiten Platz durfte sich der US-Reporter Mark Arax für seine Reportage "A Kingdom from Dust" freuen. Der dritte Platz ging an den Chinesen Du Qiang für den Text "The Vagabond Club".


Alle Reportagen können hier nachgelesen werden.

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