Remote Collaboration

Im Konflikt liegt die Kraft

   Artikel anhören
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Claudia Widmann-Camensich und Christian Stocker von Tjikko
© adam jang
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Claudia Widmann-Camensich und Christian Stocker von Tjikko
Claudia Widmann und Christian Stocker von Tjikko begleiten Teams und Unternehmen auf ihrem Weg zu bestmöglicher Kollaboration. Die beiden haben sich bereits in ihrer Agentur-Laufbahn auf Digitalisierung, Zusammenarbeit von interdisziplinären Teams und die kulturelle Entwicklung von Unternehmen in der Übergangsphase vom StartUp ins Erwachsenen-Alter spezialisiert. Aus aktuellem Anlass haben wir die beiden gebeten, ihre Konzepte zum Thema Remote-Collaboration aufzuzeichnen. Entstanden ist eine vierteilige Serie. Folge 2: Konflikte, Feedback-Kultur und Wertschätzung katapultieren Gruppen in neue Dimensionen.

Was sollen all die Fragen?

Fragen und was sie auslösen: «Wieso stellen mir als Team Leader die einzelnen Teammitglieder im Moment so viele Fragen via Chat? Dabei fühlt es sich an, als würden sie mich und meine Arbeit hinterfragen. Warum fokussieren sie nicht auf die Bearbeitung ihrer Aufgaben? Das Ziel ist doch klar. Es fühlt sich an, als würde sich bald ein Konflikt anbahnen, oder ist dieser bereits erfolgt?»


Hier geht es zu Folge 1 dieser Serie.

Konflikte erkennen

Nach dem ersten Zusammen- und Einfinden in der Gruppe sehnen sich die ersten Gruppenmitglieder nach einer gewissen Unabhängigkeit innerhalb der Gruppe. Es geht für sie darum herauszufinden, wie viel sie als Individuum in die Gruppe einbringen können. Sie wollen herausfinden, wieviel von ihrer Herangehensweise und Interpretation der Aufgaben auch für andere in der Gruppe gelten. Es baut sich eine Spannung zwischen einzelnen Mitgliedern auf, welche je nach Konstellation in Passivität oder Konfrontation umschlägt. Der erste Konflikt ist da!

An Konflikten wachsen lernen

Ein Konflikt, der als Katapult, als Sprungbrett für den nächsten Gruppen-Entwicklungs-Level genutzt werden kann. Oder ein Konflikt, der eine Blockade im Team erzeugt und jegliches Wachstum verhindert. Jede und jeder kann sich in der aktuellen Situation der Frage stellen: Wie ist unser Umgang mit Konflikten? Und: Wie hat sich dieser Umgang während der Remotearbeit im Home-Office allenfalls verändert? Wie stärkt man die Wertschätzungs- und Feedback-Kultur in den Teams? Konflikte können durch eine gezielte Feedback-Kultur und Remote Team-Meetings offen gelebt werden. Mit jeder Meinungsverschiedenheit, welche offen zwischen Mitgliedern bearbeitet wird, steigt die Kompetenz im Team, Konflikte effektiver miteinander zu bewältigen und vor allem an Konflikten zu wachsen.

Video Feedback-Kultur etablieren

Dafür empfiehlt sich regelmässiger Austausche in Video-Team-Meetings, in welchen bewusst die Wertschätzung und Feedback-Kultur gelebt wird. Dabei sind Video-Meetings ein zentraler Bestandteil, denn sie ermöglichen das Kommunizieren auf allen Ebenen sowie die dazugehörige Mimik.

Mit Wertschätzung Freude und Motivation erzeugen

In vielen Firmen ist positives Feedback verbreitet (IBM/Globoforce, 2018). Die Basis einer Feedback-Kultur ist die bewusste Wertschätzung. Äussert sich diese Wertschätzung sehr konkret, authentisch und ist sie ehrlich gemeint, kann sie einen normalen 0815 Arbeitstag für einen Menschen in einen grossen Tag mit viel Freude und Motivation verwandeln.
© Tjikko

 

Wertschätzung gegenseitig abfragen

Einfache Frameworks für Feedbacks helfen, allen die gleiche Kommunikationsstruktur zu ermöglichen. Gleichzeitig sorgen sie für Feedback auf Augenhöhe und geben Raum, für konstruktives Feedback, das jeden Einzelnen weiterbringt und gleichzeitig hilft, Konflikte frühzeitig zu erkennen und in gewissen Fällen zu verhindern. Los geht's: «Holen Sie jetzt Ihr Feedback bei Ihren Kollegen ein!»

Demnächst Folge 3: "Die Stretch-Zone, d
er schnellste Weg um ein Team aus der Komfortzone zu führen."
Sunnie Groeneveld
© Hürlimann
Mehr zum Thema
"FUTURE OF WORK"

Sunnie J. Groeneveld startet unsere Serie

Viele Menschen empfinden die Digitalisierung als tobenden Sturm. Unternehmerin, Verwaltungsrätin und Studiengangsleiterin Sunnie Groeneveld appelliert im Interview unserer Serie "The Future of Work" an den Gestaltungswillen der Menschen: „Gestalten Sie und nehmen Sie die Möglichkeiten der Digitalisierung wahr.“ Ihre Antworten liefern Impulse fürs Arbeiten, Führen und Geschäften im digitalen Zeitalter.

Dr. Frederik G. Pferdt
© Hürlimann
Mehr zum Thema
"Future of Work"

Denkweisen der Zukunft von Google's Chief Innovation Evangelist Dr. Frederik G. Pferdt

Ein Gespräch über Innovationskultur, Kreativität, Leadership und darüber, was effektive Teams ausmacht. Dr. Pferdt ist Google's Chief Innovation Evangelist und Adjunct Professor an der Stanford University im Silicon Valley. Das Treffen fand im Rahmen des Formats #MeetAGoogler statt. Veranstalter war Google Schweiz. Es ist der fünfte und letzte Beitrag unserer "Future of Work"-Serie.


Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats