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Das Aus für die UKW-Sender könnte früher kommen

Könnte früher als gedacht wahr werden: DAB + hängt das analloge UKW ab
© SRG
Könnte früher als gedacht wahr werden: DAB + hängt das analloge UKW ab
In der Schweiz könnte das Aus für die UKW-Sender früher als bisher gedacht. Falls eine Branchenlösung zustande kommt, werden die Sender bereits 2022 abgeschaltet. SRG-Mediensprecher Edi Estermann bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass in der Branche entsprechende Diskussionen im Gange seien. Gemäss Bund soll DAB+ bis spätestens Ende 2024 die UKW-Technologie ersetzen.
Entschieden ist noch nichts, aber es wird darüber intensiv gesprochen. Die UKW-Sender könnten früher abgeschaltet werden als bisher gedacht, nämlich bereits 2022. Die Schweiz wäre nach Norwegen dann das zweite Land, das die analoge UKW-Verbreitung von Radioprogrammen abschafft. Für die SRG kommt aber eine Vorverlegung der Abschaltung nur in Frage, wenn es eine Branchenlösung gibt. Einen Alleingang der SRG wird es nach den Aussagen von Mediensprecher Edi Estermann gegenüber Keystone-SDA nicht geben. Die SRG sei jedoch "offen" für eine vorzeitige Lösung.


Die Sonntagszeitung hatte auf Basis einer internen Mitteilung an die SRG-Mitarbeiter über die laufenden Diskussionen zu einer vorzeitigen Umstellung berichtet. Das interne Papier mit Informationen aus der SRG-Verwaltungsratssitzung vom 26. Juni bilde den Stand der Diskussionen ab, betonte Estermann. Falls die Branche übereinkommt, die UKW-Sender bereits auf Ende Juli 2022 für immer abzustellen, sollen die Privatsender sechs Monate mehr Zeit erhalten als die SRG für die Umstellung auf die digitale Verbreitung mit DAB+, also bis Ende Januar 2023.

DAB+ bietet gegenüber UKW Vorteile: eine wesentlich grössere Vielfalt an Programmen und grössere Versorgungsgebiete. Die Tonqualität ist besser und der Empfang klarer. Über eine DAB+-Plattform können gleichzeitig 18 Programme verbreitet werden. Die SRG spart mit der Abschaltung der UKW-Sender jedes Jahr rund 15 Millionen Franken ein. Heute betreibt die SRG je eine Plattform in den vier Landesteilen. Sendernetze für private Radioprogramme finden sich zudem in der Deutschschweiz und in der Romandie.


Die Umstellung von UKW auf DAB+ betrifft alle Radiohörenden, auch die im Auto. Laut "Sonntagszeitung" ist UKW insgesamt mit einem Anteil von 36 Prozent immer noch die meistgenutzte Radioempfangstechnologie in der Schweiz. sda/mir
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