Radio- und TV-Gebühren

Es wird 30 Franken billiger

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Schweizer Privathaushalte und Teile der Wirtschaft kommen bei den Empfangsgebühren künftig günstiger weg
Schweizer Privathaushalte und Teile der Wirtschaft kommen bei den Empfangsgebühren künftig günstiger weg
Der Bundesrat hat beschlossen, die Radio- und Fernsehabgabe im kommenden Jahr von bisher 365 Franken auf 335 Franken für alle Schweizer Privathaushalte zu senken. Die SRG bekommt mehr Geld.
Für Kollektivhaushalte, wie etwa Altersheime und Studentenwohnheime, werden künftig nur noch 670 Franken statt 730 Franken fällig. Als Grund für die Entlastung der Haushalte führt der Bundesrat einer Bakom-Mitteilung zufolge an, dass die Zahl der abgabepflichtigen Haushalte stärker zugenommen habe, als ursprünglich angenommen wurde. Zudem hätten sich weniger Haushalte von der Abgabepflicht befreit.


Auch viele Unternehmen werden laut Bundesrat weniger als bisher zahlen müssen. Das soll durch eine verfeinerte Tarifstruktur mit 18 statt den bisher sechs Tarifstufen gelingen. In der tiefsten Stufe zahlen Firmen mit einem Umsatz von 500.000 Franken bis 749.999 Franken künftig eine Abgabe von 160 Franken, was einer Entlastung von 205 Franken entspricht. Für rund 93 Prozent der Unternehmen wird die Abgaberechnung von 2021 an sinken. Einzig die großen Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Franken werden höher belastet. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 500.000 Franken sind weiterhin von der Abgabe befreit.

Gleichzeitig erhalten die SRG sowie die lokalen und regionalen Radio- und Fernsehveranstalter nach Angaben des Bundesrats mehr Geld. Der Abgabeanteil der SRG erhöht sich demnach um 50 Millionen Franken und liegt dann bei 1,25 Milliarden Franken. Die privaten Radio- und Fernsehstationen mit Konzession und Abgabeanteil erhalten wie bisher sechs Prozent der Einnahmen aus der Abgabe. Aufgrund der leicht höheren Einnahmen würden ihnen mehr Mittel zur Verfügung stehen.


Auch die Nachrichtenagentur Keystone-SDA soll mehr bekommen. Der Bund kann sich künftig mit maximal vier Millionen Franken (bisher zwei) an den ungedeckten Kosten der förderberechtigten Dienstleistungen der Keystone-SDA-ATS beteiligen.
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