Quickline

Auch kein Glück mit MySports, dafür weiterhin starkes Wachstum im Mobile-Bereich

Kabelnetzbetreiber Quickline versucht gezielt, auch Wenignutzer anzusprechen.
Kabelnetzbetreiber Quickline versucht gezielt, auch Wenignutzer anzusprechen.
Nach Bereinigung um Sondereffekte steigerte der Bieler Telko-Anbieter Quickline, ein Verbund mit 23 Partnern, den Umsatz 2018 um 4.7 Prozent auf 266 Millionen Franken. Wachstumstreiber war die Mobil-Telefonie (+39%). Im TV-Bereich betrug der Rückgang -2 Prozent, trotz der Lancierung des Senders MySports.
In einem gesättigten Marktumfeld konnte Quickline im vergangenen Jahr weitere Marktanteile im Telefonie-Bereich gewinnen. Über das gesamte Segment betrachtet (Festnetz und Mobile) legte Quickline um 8 Prozent auf 161'150 Kunden zu.

Wachstumstreiber Mobil-Telefonie

In der Mobil-Telefonie verzeichnet Quickline einen markanten Zuwachs um 39 Prozent auf 42.150 Kunden. Frédéric Goetschmann, CEO von Quickline, begründet diese Entwicklung mit Upselling in der bestehenden Kundenstruktur: "Es ist uns gelungen, bestehende Kunden zusätzlich für eines unserer bewährten Mobile-Abos zu gewinnen. Zu diesem Erfolg hat nicht zuletzt das attraktive Preis-/Leistungsangebot in der Produktestrategie beigetragen."
CEO Frédéric Goetschmann glaubt, mit QuicklineTV ein Zugpferdchen im strategisch wichtigen Bereich DigitalTV gefunden zu haben.
© zVg
CEO Frédéric Goetschmann glaubt, mit QuicklineTV ein Zugpferdchen im strategisch wichtigen Bereich DigitalTV gefunden zu haben.
Im Gegensatz zum Anstieg in der Telefonie blieb die Basis der Internet-Kunden mit einem minimalen Zuwachs praktisch stabil. Die Zahl der TV-Kunden ging um -2% auf 348'600 zurück – trotz des ende 2017 gestarteten Senders MySports. Quickline hofft nun, mit der Einführung des neuen Quickline TV im Dezember 2018 für 2019 eine Trendwende herbeiführen zu können. "Wir gehen davon aus, mit unserem schweizweit einzigartigen TV-Erlebnis neue Kunden anzusprechen und damit auch im TV-Bereich wieder zu wachsen", zeigt sich Goetschmann optimistisch. Denn QuicklineTV orientiere sich "konsequent am Kundenbedürfnis und heutigen Nutzerverhalten". Es verschmelze klassisches Fernsehen mit Netflix, Youtube und der Welt der Apps und bringe mit persönlichen Empfehlungen hilfreiche Orientierung in das riesige Unterhaltungsangebot.

Ausblick 2019

Quickline hält an der im vergangenen Jahr eingeschlagenen Fokussierung aufs Privatkundengeschäft fest. Im TV-Bereich liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der neuen TV-Plattform und einem schweizweit verfügbaren Angebot. In der Mobil-Telefonie will Quickline die Marktposition ausbauen und lanciert im Mai ein neu ausgerichtetes Portfolio: Die neuen Mobile-Abos beinhalten höhere Datenvolumen, garantieren Kostensicherheit auch bei Auslandreisen und bieten eine kompetitive Flatrate. Damit will Quickline am ausgewiesenen Mobile-Erfolg anschliessen und weiter wachsen. "Mit der (geplanten) Übernahme von UPC durch Sunrise steigen wir zwar ohne eigenes Zutun quasi über Nacht von der Nummer 4 zur Nummer 3 im Internet- und Telefonie-Geschäft auf. Dies ändert jedoch nichts an unseren Ambitionen, aus eigener Kraft weiter zu wachsen", so Goetschmann.


stats