Publikumsrat SRG.D

Optimierungsbedarf beim "Medienclub"

Der medienkritische "Medienclub" soll mehr Zuschauer locken
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Der medienkritische "Medienclub" soll mehr Zuschauer locken
In seiner ersten Sitzung des laufenden Jahres hat der Rat den TV-Vierteiler "WG der Religionen" und die Diskussionssendung "Medienclub" unter die Lupe genommen.

Die Talkrunde "Der Medienclub" auf SRF 1 gibt es seit November 2015 als eigenständiges Format. Nach Meinung des Publikumsrats gehört es "zum unverzichtbaren Angebot eines Service-public-Senders" und trägt zum Verständnis von Medienrealität und Medienwirkung bei. Allerdings sehen die Mitglieder des Rats, die die Programmarbeit und -entwicklung des SRF beäugen, Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität:

- mehr kritisches Nachfragen durch den Moderator

- mehr Diskussionen unter den Gästen

- eine besser nachvollziehbare Struktur und Systematik der Sendung

- weniger Sendezeit

- Anpassung des Ausstrahlungsmodus an aktuelle Themen und Heranführung an die Themenplanung der Diskussionssendung "Club".



Der Rat hat sich überdies mit dem Vierteiler "WG der Religionen" auseinandergesetzt. Darin probten ein Christ, eine Muslimin, ein Jude, eine Buddhistin und ein Atheist das Zusammenleben. Gelobt hat das Gremium den Mut des SRF, "sich auf unkonventionelle Weise mit dem Thema Religion auseinanderzusetzen". Kontrovers diskutiert wurde der Erkenntnisgewinn des Experiments. Einhellig kritisierten die Ratsmitglieder die Darstellung des Atheismus, die sie "als zu wenig fundiert oder verzichtbar" klassifizierten.


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