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RTS La 1ère und "Le Temps" sind die glaubwürdigsten Medienmarken der Schweiz

Quartalsreichweiten der Mediengattungen 2019: Zeitschriften und Kino mit rückläufiger Nutzung.
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Quartalsreichweiten der Mediengattungen 2019: Zeitschriften und Kino mit rückläufiger Nutzung.
Zwei Medienmarken aus der Romandie gelten als glaubwürdigste Medien der Schweiz. An der Spitze steht das SRG-Radio La 1ère, gefolgt von der Tageszeitung "Le Temps". Generell geniessen traditionelle Medienmarken eine hohe Wertschätzung im Publikum. Als wenig glaubwürdig beurteilt die Schweizer Bevölkerung die sozialen Medien. Dies geht aus der aktuellen media­Brands-Studie der Publicom hervor.
Seit 2013 misst Publicom jährlich die Brand Images der Schweizer Medienmarken. Mit über 4.800 Interviews und 172 berücksichtigten Medienmarken ist mediaBrands die grösste qualitative Medienstudie der Schweiz. Sie analysiert die Beurteilung der Medienmarken durch die Bevölkerung in allen Sprachregionen. Bezüglich des Qualitätskriteriums "Glaubwürdigkeit" setzten sich in diesem Jahr das RTS-Radio La 1ère und die Traditionszeitung "Le Temps" an die Spitze des gesamtschweizerischen Rankings – vor dem letztjährigen Spitzenreiter SRF 4 News. Als wenig glaubwürdig erachtet die Schweizer Bevölkerung die Social Media, allen voran Facebook, das auch in diesem Jahr mit grossem Rückstand den letzten Platz belegt.
Befragungsmethode: CAWI; Grundgesamtheit: Schweizer Wohnbevölkerung 15-79 Jahre; Stichprobe: 4'839 Personen, repräsentativ; Erhebungszeitraum: Mai/Juni 2019; Statistische Vertrauensbereich für die Gesamtstichprobe: +/-1,4%
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Befragungsmethode: CAWI; Grundgesamtheit: Schweizer Wohnbevölkerung 15-79 Jahre; Stichprobe: 4'839 Personen, repräsentativ; Erhebungszeitraum: Mai/Juni 2019; Statistische Vertrauensbereich für die Gesamtstichprobe: +/-1,4%
Den oft behaupteten Glaubwürdigkeitsverlust der Medien kann mediaBrands nicht bestätigen. Vielmehr ist die durchschnittliche Glaubwürdigkeit der Medienmarken im Vergleich zu 2018 und den Vorjahren unverändert. Als besonders glaubwürdig erachtet die Schweizer Bevölkerung weiterhin die regionalen, abonnierten Tageszeitungen und die öffentlich finanzierten Radio- und Fernsehsender. Generell vertrauen Schweizerinnen und Schweizer den einheimischen Medien weitaus mehr als ausländischen. Als einziges Auslandmedium schafft es die ARD unter die 50 glaubwürdigsten Medienmarken.


Auch bezüglich der übrigen publizistischen und funktionalen Qualitätsmerkmale haben (regionale) Schweizer Medienmarken die Nase vorn: La 1ère führt die Rangliste gleich auf zwei weiteren Qualitätsdimensionen an (Relevanz der Information und Nutzwert). Weitere absolute Spitzenplätze belegen die "Neue Zürcher Zeitung" (Kompetenz), das zweisprachige Regionalfernsehen TeleBielingue (Publikumsnähe), der Newcomer republik.ch (Einzigartigkeit), SRF Virus (Jugendlichkeit) und SRF Musikwelle (Unterhaltungswert). Das Tessiner SRG-Fernsehprogramm RSI LA 1 schafft die stärkste Markenbindung. Den höchsten Sympathiewert erreicht die Freiburger Tageszeitung "La Liberté". Von den globalen Internetangeboten erreichen einzig YouTube und Instagram auf den Dimensionen Unterhaltungswert bzw. Jugendlichkeit vordere Plätze.

Zeitschriften und Kino leiden am stärksten unter der Digitalisierung

Neben den individuellen Markenprofilen zeichnet mediaBrands auch allgemeine Nutzungstrends nach. Die Digitalisierung hinterlässt weiterhin ihre Spuren. Spürbare Reichweitenverluste beklagen vor allem die Zeitschriften, die seit 2017 fünf Prozent eingebüsst haben. Das Kino leidet unter Netflix und andern Streaming-Angeboten und hat in den letzten zwei Jahren drei Prozent Reichweite verloren. Zeitungen halten sich vergleichsweise gut, allerdings verschiebt sich deren Nutzung immer stärker in die digitalen Ausgaben, obschon noch immer die Mehrheit der Bevölkerung Zeitungen (auch) in Papierform liest. Diejenigen, die Zeitungen ausschliesslich digital konsumieren, bilden noch eine kleine Minderheit.

Mit der mediaBrands-Studie ermittelt Publicom jährlich die Brand Performance von Medien­marken in der Schweizer Bevölke­rung. Die Daten werden unter anderem für die qualitative Mediaplanung eingesetzt. Die Erhebung 2019 wurde im Mai und Juni durchgeführt und basiert auf einer für die Bevölkerung von 15-79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 4.839 Personen. Die statistische Fehlerquote liegt bei +/- 1.4 Prozent.
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