Publicom Mediabrands 2020

Medien gewinnen in der Krise an Relevanz – vor allem die der SRG

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Einen relativ signifikanten Bedeutungsverlust mussten Gratiszeitungen hinnehmen
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Einen relativ signifikanten Bedeutungsverlust mussten Gratiszeitungen hinnehmen
Sämtliche Medientypen sind für die Schweizer während des Lockdowns wichtiger geworden. Das haben erste Analysen der diesjährigen MediaBrands-Studie von Publicom ergeben. Am stärksten an Bedeutung gewonnen haben demnach die SRG-Medien.
Im Rahmen ihrer Mediabrands-Studie haben die Medienforscher der Publicom 174 Medienmarken auf ihre qualitative Ausstrahlung im Publikum untersucht, darunter 49 Radiomarken. Dazu befragten sie zwischen Ende April und Anfang Juni 4806 Personen im Alter von 15 bis 79 Jahren. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (54%) orten eine Bedeutungszunahme der SRG-Angebote. Deutlich an Bedeutung zugelegt haben auch regionale Radio-und TV-Sender (37%). Damit liegen die elektronischen Medien deutlich vor den unterhaltungsorientierten Streaming-Diensten (Bedeutungsgewinn bei 31%), vor Social Media (27%), bezahlten Zeitungen (26%) und kostenlosen Zeitungen/Portalen (25%).


Die Publicom hat unter anderem auch die durchschnittliche Glaubwürdigkeit der Medienmarken analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schwweizer weiterhin die regionalen, abonnierten Tageszeitungen und die öffentlich finanzierten Radio-und Fernsehsender für besonders glaubwürdig halten. Glaubwürdigstes SRG-Medium ist das RTS-Radio La 1ère, knapp vor Radio SRF 4 News und Radio SRF 1. Insgesamt liegt La 1ère fast gleichauf mit der Freiburger Regionalzeitung "La Liberté", die das gesamtschweizerische Ranking auf der Qualitätsdimension anführt. Glaubwürdigstes Privatradio ist das bernjurassische Programm RJB, äusserst knapp vor seinen Schwestersendern RTN und RFJ.

Als wenig glaubwürdig erachtet die Schweizer Bevölkerung weiterhin die Social Media, allen voran Facebook, das auch im laufenden Jahr mit grossem Rückstand den letzten Platz belegt.
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