Präsenz Schweiz

Wie ist das Image der Marke Schweiz im Ausland?

© EDA Schweiz
Eine Umfrage von Präsenz Schweiz im Auftrag des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten bei 12.267 Personen in 19 Ländern ist der Frage nachgegangen: Wie ist das Image unseres Landes im Ausland?

Wir können es mit einem geflügelten Wort von Alt-Bundesrat (1987-2000) Adolf Ogi zusammenfassen: Freude herrscht! Die Schweiz hinterlässt bei den meisten Befragten weltweit einen positiven Gesamteindruck. Im Vergleich mit den vier als Benchmark definierten Ländern Schweden, Dänemark, Deutschland und Grossbritannien (UK) belegt die Schweiz in den meisten Ländern den Spitzenplatz, teils gemeinsam mit Schweden bzw. Deutschland.



Worauf dürfen die Schweizerinnen und Schweizer denn stolz sein?

DIE KLASSIKER

Inhaltlich geprägt wird das Bild der Schweiz nach wie vor durch die altbekannten Klassiker wie Landschaft (Berge, schöne und natürliche Landschaften), die traditionellen Produkte (Schokolade, Uhren, Käse) und Sauberkeit assoziiert.

DER WOHLSTAND

Wenn explizit und ohne Vorgaben offen nach den Stärken der Schweiz gefragt wird, werden vor allem die starke Wirtschaft und der damit verbundene Wohlstand genannt.

DER FINANZPLATZ

Selbst der in den vergangenen Jahren arg unter Druck geratene Finanzplatz Schweiz geniesst in den meisten Ländern nach wie vor einen ausgezeichneten Ruf. Das mag im Widerspruch zur eigenen Wahrnehmung stehen. Aber solche Lücken zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung sind nichts ungewöhnliches. Wir kennen das von Firmen. Besser ist zweifelsohne, wenn Aussenstehende die Marke besser sehen, als umgekehrt. 

DIE BILDUNG

Die ETH rangiert im QS World University Ranking 2020 auf dem sechsten Rang und sie ist die bestplatzierte Universität in ganz Kontinentaleuropa. Da überrascht es nicht, dass das Image Der Schweiz gemäss Umfrage auch in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation sehr gut ist.

DAS POLITISCHE SYSTEM

In vielen Ländern werden auch die Neutralität, die Unabhängigkeit, die Governance und die Regierungsführung als Stärke betrachtet. Der Bundesrat, im Lande selbst häufig in der Kritik stehend, darf sich daran erfreuen. Mit Blick auf die Markenführung allgemein, ist Führung beziehungsweise Leadership ein häufig unterschätztes Leistungsmerkmal, was starke Marken auszeichnet.

KEIN FEDERER EFFEKT

Die Schweiz verfügt gestützt auf das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturguts über 12 Stätte in der Welterbeliste - und wir haben Roger Federer. Dennoch ist die Wahrnehmung der Schweiz gemäss Studie in den Bereichen Gesellschaft, Kultur und Sport bescheiden. Auch nicht so stark anerkannt wird im Ausland das Engagement der Schweiz im Bereich Solidarität und Verantwortung sowie speziell der Beitrag der Schweiz für Europa. Eher bescheiden ist die Wahrnehmung der Schweiz auch in den Bereichen Gesellschaft sowie Kultur und Sport.

DIE UNS LIEBEN

Die besten Umfrageergebnisse erzielt die Schweiz in Polen, Kasachstan, Indien, Russland und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Gesamteindruck der Schweiz wird von den Befragten dieser Länder jeweils klar auf den ersten Rang gesetzt – deutlich vor den Gesamteindrücken der bereits genannten Benchmarkländern Dänemark, Schweden, Deutschland und UK.
Informationen zur Studie
Der Imagemonitor erfasst das Bild der Schweiz im Ausland. Die präsentierten Ergebnisse beruhen auf einer von Präsenz Schweiz 2018 durchgeführten repräsentativen Bevölkerungsbefragung bei 12.767 Personen in 19 Ländern: Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien (UK), Indien, Italien, Japan, Südkorea, Kasachstan, Marokko, Mexiko, Polen, Russland, Südafrika, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika. Ziel der Studie ist die Identifizierung von Entwicklungen und Trends in der Wahrnehmung der Schweiz. Hier der Link auf die entsprechende Seite des EDA.


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