Politwerbung

Einige FDP-Politiker setzen im Wahlkampf auf Aymo Mobile Targeting der APG

So berichtete die "Aargauer Zeitung" über die Targeting-Lösung der APG.
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So berichtete die "Aargauer Zeitung" über die Targeting-Lösung der APG.
Gemäss "Aargauer Zeitung" nutzen mehrere (Aargauer) FDP-Kandidaten für das Bundesparlament in Bern für ihren Wahlkampf die Targetinglösung der APG. Hoch im Kurs sind offenabr "Live Target" und "Geo Target".
Mit Live Target kann der Kunde auf den Meter genau bestimmen, in welchem Raum seine mobilen Werbebotschaften in Echtzeit aufgespielt werden sollen. Personen, die in diesen Gebieten dann auf dem Handy bestimmte Nachrichten-Apps öffnen, erhalten politische Werbung aufgespielt. Mit Geo Target lässt sich dieselbe Botschaft beispielsweise im ganzen Kanton ausspielen - etwa an vordefinierte Zielgruppen wie Politik-Interessierte.


Interessant dabei: Einige dieser FDP-Politiker geben vor, lieber mit Aymo zu werben als mit Facebook. Weil dann das Werbegeld in der Schweiz bleibe. Das stimmt zwar, aber nur zum Teil. Wohl zahlt die APG Steuern und Löhne in der Schweiz, doch ein Grossteil der Divididenden gehen an die französischen und belgischen Grossaktionäre. Das wird im Artikel leider nicht thematisiert.

Ebenfalls nicht angesprochen wird die Tatsache, dass die APG seit jeher der FDP sehr nahe stand. So war der ehemalige FDP-Generalsekretär Christian Kauter rund 13 Jahre lang CEO der APG / Affichage. Und im Verwaltungsrat sassen über lange Jahre diverse FDP-Grössen. Gut möglich deshalb, dass sich im Kreis der Aktionäre iweiterhin viele FDP-Mitglieder befinden, aich jüngere. Leider fragte die "Aargauer Zeitung" bei keinem der angefragten Politiker nach. Möglicherweise nutzen diese Aymo also nicht nur aus "Heimatschutz-Gründen", sondern weil sie auch an ihre Dividende denken. knö
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