Oscars

Goldstandard für amerikanische Preisverleihungen

   Artikel anhören
Auch wenn die Oscars in den letzten Jahren etwas an Attraktivität verloren haben mögen, ist der größte Preis der Filmindustrie immer noch die wichtigste Unterhaltungspreisverleihung im Kalender, zumindest in den Vereinigten Staaten, aber wahrscheinlich auch international. Und wie könnte man die Anziehungskraft eines großen TV-Events besser beurteilen, als anhand der Zuschauerzahlen und der Attraktivität für Werbekunden.
Nach Angaben von Kantar Media beliefen sich die Werbeausgaben während der Oscar-Verleihung in den USA im vergangenen Jahr auf insgesamt 114 Millionen Dollar und ließen damit die Grammy Awards (57 Millionen Dollar) und die Golden Globes (52 Millionen Dollar) weit hinter sich. Im Durchschnitt mussten die Werbetreibenden während der letztjährigen Oscar-Sendung 1,99 Millionen Dollar pro 30-Sekunden-Spot ausgeben. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was Super Bowl-Werber zahlen, aber deutlich mehr als die Marken bei den Grammys und Golden Globes.
Im vergangenen Jahr erholte sich die Oscar-Zuschauerzahl vom Tiefststand im Jahr 2018, als durchschnittlich 29,6 Millionen Menschen zuschalteten. Das ist zwar immer noch weit von früheren Höchstständen entfernt (mehr als 46 Millionen Amerikaner verfolgten die Preisverleihung im Jahr 2000), aber es liegt immer noch weit vor seinen Mitbewerbern, wie die folgende Grafik zeigt.


Die Oscar-Nominierungen für den besten Film: fast alles weiß, ein "Parasit"
© Twitter @whitemantears1
Mehr zum Thema
#OscarsSoWhite

So reagiert Twitter auf die allzu weißen Oscar-Nominierungen

"Joker", "The Irishman", "1917" und "Once Upon A Time... In Hollywood" sind in diesem Jahr die großen Favoriten bei den Oscars. Zweifellos starke Filme, aber eben auch alle mit weißen Schauspielern besetzt und thematisch männerlastig. Frauen, erst recht wenn sie nicht weiß sind, wurden von der Academy wieder einmal kaum berücksichtigt. Und das sorgt in den sozialen Netzwerken für viel Empörung.






stats