Orell Füssli AG

Verwaltungsrat will Dividende halbieren

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Orell Füssli beschäftigt insgesamt etwa 600 Mitarbeitende an Standorten in fünf Ländern
© Nik Spoerri
Orell Füssli beschäftigt insgesamt etwa 600 Mitarbeitende an Standorten in fünf Ländern
Orell Füssli hat seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2020 vorgelegt. Demnach erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 218,6 Millionen CHF, acht Prozent weniger als 2019. Der Verwaltungrat schlägt eine Dividende von drei CHF je Aktie vor (2019: sechs CHF).

Den Rückgang der Nettoerlöse führt die Gruppe (Druck, Verlag, Buchhandel) vor allem auf die Folgen der Corona-Pandemie und die Verschiebung bei Aufträgen im Sicherheitsdruck zurück. Das operative Betriebsergebnis sank von 18,2 auf 14,4 Millionen CHF. Dennoch verzeichnete das Unternehmen einen Gewinn. Dank "Steuer- und Finanzergebnis" kletterte er um knapp die Hälfte auf 15 Millionen CHF.


Dennoch schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung (11. Mai) eine Dividendenkürzung vor. Als Gründe führt er an, dass - neben dem geringeren Betriebsergebnis und Cashflow - das Schweizer Buchhandelsunternehmen Orell Füssli Thalia, an dem Orell Füssli zu 50 Prozent beteiligt ist, aufgrund von Corona zeitweise Kurzarbeit eingeführt und einen Covid-19 Kredit beantragt hat.

Die Division Buchhandel erzielte 2020 nach Konzernangaben einen Nettoerlös von 96,2 Millionen CHF, ein Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (97,4 Millionen CHF). Das Betriebsergebnis betrug 5,5 Millionen CHF (Vorjahr 6,5 Millionen CHF). Im Verlagsgeschäft gab es im Gesschäftsjahr 2020 erstmals wieder einen positiven Ebit. Der Nettoerlös der Orell Füssli Verlage lag um 0,5 Millionen CHF und somit vier Prozent über dem Vorjahr.

Für 2021 rechnet der Konzern unter anderem aufgrund der Pandemie mit einem tieferen Umsatzvolumen, aber weiterhin einer Ebit-Marge im mittleren einstelligen Bereich.

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