Omnichannel-Studie

Migros und Coop sind erneut die beliebtesten Händler

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Die Migros hat ihren Wert gegenüber 2017 noch einmal deutlich verbessert
© Studie "Omni-Channel Management 2021", IRM-HSG
Die Migros hat ihren Wert gegenüber 2017 noch einmal deutlich verbessert
Das Ranking der Top-of-Mind-Omnichannel-Händler in der Schweiz führen Migros/Migros Online (ehemals: LeShop.ch) und Coop/Coop.ch (ehemals: Coop@home) an. Das hat die Studie "Omni-Channel Management 2021" der Universität St. Gallen ergeben. Sie zeigt auch: Verbraucher meiden zunehmend stationäre Geschäfte.

Im Rahmen seiner Untersuchung zum Kaufverhalten von Omnichannel-Käufern in der Schweiz, Deutschland und Österreich hat das Forschungszentrum für Handelsmanagement an der Universität St.Gallen (IRM-HSG) im November vergangenen Jahres mehr als 3000 Konsumenten befragt. Demnach hat sich das Ranking im Vergleich zu 2017 im Grossen und Ganzen kaum verändert. In der Schweiz gab es unter anderem einen Wechsel auf Platz drei: Media Markt hat den Medienhändler Ex Libris auf dieser Position abgelöst. Bei der Aufforderung: "Nennen Sie den Händler, bei dem Sie sowohl den Online-Shop als auch das Ladengeschäft am besten kennen" kam Media Markt diesmal auf 7,6 Prozent (2017: 4,5%), während Ex Libris von 6,7 Prozent 2017 auf 2,3 Prozent abrutschte.


Insgesamt hat der Omnichannel-Handel – Händler bieten ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl online als auch in stationären Ladengeschäften an – laut der Studie in der Pandemie an Bedeutung gewonnen. 2021 nutzen 39 von 100 Probanden beim Einkaufen mindestens einen Online- (Bewertungsportal, Newsletter etc.) und einen Offline-Kontaktpunkt (Katalog, Zeitungen, Ladengeschäft etc.). 2014 waren es 30 von 100 Probanden. 80 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Schweiz, die einen Omnichannel-Händler kennen, gaben an, in den zwei bis drei Wochen vor der Befragung bei einem Omnichannel-Händler eingekauft zu haben. Vor vier Jahren waren es nur 69 Prozent.

Weiteres Ergebnis: Etwa 40 Prozent der Umfrageteilnehmer meiden seit dem Ausbruch der Krise, wenn möglich, stationäre Läden und lassen sich Produkte und Dienstleistungen nach Hause liefern. In der Pandemie hat der Online-Shop das stationäre Geschäft als präferierten Einkaufskanal abgelöst. Noch 2017 führte der stationäre Handel als präferierter Einkaufkanal, 56 Prozent der Befragten kauften damals in einem stationären Laden ein. Ende 2020, etwa sechs Monate nach dem ersten Lockdown, fiel diese Präferenz auf nur noch 43 Prozent.

Die kostenpflichtige Studie ist hier zu finden.

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