NZZ / AZ Medien

Weko genehmigt auch das Joint Venture CH Media

Sie sind die treibenden Kräfte hinter der P-Alternative.
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Sie sind die treibenden Kräfte hinter der P-Alternative.
Die Wettbewerbskommission (Weko) erhebt keine Einwände gegen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von AZ Medien und NZZ. Die Möglichkeit der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs sieht sie im Zusammenschlussvorhaben nicht als gegeben.
Nach einer vertieften Prüfung bestehen zwar Anhaltspunkte, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens von AZ Medien und NZZ in den Lesermärkten eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken könnte, schreibt die Weko auf ihrer Website. Dies betreffe insbesondere die Tageszeitungen in den Gebieten Solothurn und Aargau sowie den Zeitschriften-Werbemarkt im Bereich Gebäudetechnik. Es bestünden zudem Anhaltspunkte für die Begründung oder Verstärkung einer gemeinsamen Marktbeherrschung mit der "Basler Zeitung" im Lesermarkt für Tageszeitungen im Gebiet Basel sowie mit der Tamedia-Gruppe und der Ringier-Gruppe im Lesermarkt für Sonntagszeitungen.
Über CH Media
In einem Communiqué rufen die AZ Medien in Erinnerung, dass an der neuen Aktiengesellschaft CH Media die beiden Unternehmen AZ Medien und NZZ-Mediengruppe zu gleichen Teilen beteiligt sein werden. Sie hätten sich auf eine gemeinsame Führung geeinigt: Der Verwaltungsrat des Joint Ventures wird von Peter Wanner präsidiert. Jörg Schnyder, Finanzchef der NZZ-Mediengruppe, wird Vizepräsident und Leiter des Finanzausschusses. CEO des neuen Unternehmens wird Axel Wüstmann, derzeit CEO der AZ Medien; Publizistischer Leiter wird Pascal Hollenstein, aktuell Leiter Publizistik der Regionalmedien der NZZ-Mediengruppe. Der genaue Startzeitpunkt von CH Media werde zu gegebener Zeit kommuniziert, heisst es weiter.
CH Media Logo 2018
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CH Media steht zudem für "Journalismus, der orientiert. Unterhaltung, die bewegt. Medien, die verbinden."


CH Media wird mit seinen Regionalzeitungen und Onlineportalen, den Radio- und TV-Stationen sowie den Zeitschriften rund zwei Millionen Menschen in der deutschsprachigen Schweiz erreichen. Mit ca. 480 Millionen Franken Umsatz und über 2.000 Mitarbeitenden zählt CH Media zu den grössten Medienunternehmen des Landes.
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Allerdings ist nicht zu erwarten, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens den beteiligten Unternehmen die Möglichkeit der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs auf den genannten Märkten eröffnet", schreibt die Weko weiter. Nach dem Zusammenschluss würden weiterhin andere starke Konkurrenten verbleiben, so insbesondere Tamedia und Ringier. Zudem führe der Zusammenschluss auf dem Markt für Sonntagszeitungen zu keiner relevanten Änderung der Wettbewerbssituation.


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