NZZ-Mediengruppe

Jetzt macht die "Neue Zürcher Zeitung" auch "Lärm"

Die neue Audio-Funktion kann über das Kopfhörer-Symbol beim jeweiligen Artikel gestartet werden.
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Die neue Audio-Funktion kann über das Kopfhörer-Symbol beim jeweiligen Artikel gestartet werden.
"Lesen macht keinen Lärm" - mit diesem Slogan warb die NZZ lange für die intellektuelle Auseinandersetzung mit ihren Artikeln. Das ändert sich nun: Ab sofort kann man durch NZZ-Artikel auch gestört werden - jedenfalls wenn sie von einem Mitbewohner oder Mitpassagier ohne Kopfhörer gehört werden. Denn das ist ab sofort möglich.
Die digitale "Neue Zürcher Zeitung" beinhaltet neu eine Audio-Funktion. Der Service erlaubt es Abonnentinnen und Abonnenten, sämtliche Beiträge der Web- und Mobil-Applikationen nicht nur zu lesen, sondern auch zu hören. Dank dem Einsatz von intelligenten Audio-Templates lässt sich kaum ein Unterschied zu einer natürlichen Stimme feststellen.


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Wir haben den Service mit dem Anspruch entwickelt, den Nutzerinnen und Nutzern der digitalen NZZ einen einfachen und bequemen Konsum unserer Inhalte für unterwegs anzubieten", sagt Niklaus Gerber, Leiter Produktentwicklung NZZ-Mediengruppe. "Das Hörerlebnis sollte unserer führenden Stellung im Qualitätsjournalismus entsprechen und auf die Bedürfnisse unserer Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sein. In der Folge haben wir während der Testphase rund hundert Abonnentinnen und Abonnenten in die Entwicklung der Aussprache, Bedienelemente und Funktionen eingebunden. Das Resultat ist eine Audio-Funktion, die sich qualitativ deutlich von anderen Audio-Services abhebt."

Die Umwandlung von Text in Sprache geschieht mittels eines standardisierten Text-zu-Sprach-Dienstes. Im Unterschied zu anderen Anbietern ist der Dienst bei der NZZ in eine flexible und skalierbare Architektur integriert, die intern entwickelt wurde. Sobald einer der rund 200 täglich produzierten Artikel in der digitalen NZZ publiziert wird, wird er durch ein Audio-Template gesendet, wo der Text zunächst der richtigen Kategorie zugeordnet wird, etwa der Kategorie "Interview". Parallel dazu werden die einzelnen Elemente des Beitrags verarbeitet und mit Ausspracheregeln abgeglichen, die im zugehörigen Lexikon definiert und hinterlegt sind. So werden beispielsweise Titel lauter gesprochen, Verweise auf verlinkte Artikel ignoriert und bei Interviews unterschiedliche Stimmen für Interviewer und Interviewpartner gewählt. Abkürzungen wie "z.B." und Autorenkürzel werden automatisch ausgesprochen, Anglizismen, Gallizismen und Helvetismen, die der eingesetzte Text-zu-Sprach-Dienst an sich nicht kennt, korrekt wiedergegeben. Zum Schluss wird der Text in eine MP3-Datei umgewandelt und auf NZZ.ch und der NZZ-App ausgespielt.


Die Audio-Funktion kann über das Kopfhörer-Symbol beim jeweiligen Artikel gestartet werden. Für registrierte NZZ-Nutzerinnen und -Nutzer ist der Service kostenlos.

 

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