NZZ-Mediengruppe

Dank "digital/mobile first"-Strategie in einem Jahr 5 Prozent mehr zahlende Nutzer gewonnen

Die NZZ-Mediengruppe nutzt die Synergien mit ihren Regionalzeitungen.
Markus Knöpfli, © Knöpfli
Die NZZ-Mediengruppe nutzt die Synergien mit ihren Regionalzeitungen.
Im 1. Semester 2019 verzeichnete die NZZ-Mediengruppe einen Gewinnrückgang bei gleichzeitig gesteigerter Umsatzrendite. Angesichts der Ausgliederung der Regionalmedien an CH Media ist der Vorjahresvergleich erheblich erschwert. Eine adjustierte Betrachtung zeigt eine stabiles operatives Ergebnis beim Kerngeschäft. Positives Wachstum verzeichnet die NZZ im Nutzermarkt.
Im 1. Halbjahr 2019 erwirtschaftete die NZZ-Mediengruppe einen betrieblichen Gesamtertrag von 110,3 Millionen Franken. Der Umsatzvergleich mit dem Vorjahr hat keine Aussagekraft, da die ehemaligen NZZ-Regionalmedien-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2018 bis Ende September 2018 vollkonsolidiert wurden und das Joint Venture CH Media (Anteil: 50%) seit dem operativen Start im Oktober 2018 neu nach der Equity-Methode in die Konzernrechnung einfliesst. Die Umsatzentwicklung – bereinigt um Einflüsse der Konsolidierungsänderung und nicht weitergeführte Geschäftsbereiche – zeigt eine Zunahme von 2 Prozent. Dabei konnte der Ertrag im Nutzermarkt dank dem starken Fokus auf "digital/mobile first" ebenfalls um 2 Prozent gesteigert werden, was vor allem auf die sehr erfreuliche Zunahme der Anzahl zahlender Kunden um 5 Prozent seit Juli 2018 zurückzuführen ist.


Der betriebliche Gesamtaufwand resultiert per Ende Juni 2019 bei 105 Millionen Franken, wobei auch hier ein Vergleich zum Vorjahr nicht möglich ist. Nach Bereinigung der Einflüsse der Konsolidierungsänderung und nicht weitergeführter Geschäftsbereiche würde eine leichte Abnahme resultieren. Den tieferen Direktkosten und Einsparungen im Personalaufwand stehen dabei Mehrausgaben für strategische Initiativen entgegen.

Das anteilige Ergebnis am Joint Venture CH Media betrug im ersten Halbjahr 2,9 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging gegenüber der Vorjahresperiode um 4,4 Millionen Franken auf 8,2 Millionen Franken zurück. Die Ebit-Marge erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode von 6,2 Prozent auf 7,4 Prozent, was aber auf die erläuterten Einflüsse der Konsolidierungsänderung zurückzuführen ist.


Dank einer stark positiven Wertschriftenperformance fällt das Finanzergebnis deutlich über dem Vorjahr aus. Der Steueraufwand liegt wegen der Konsolidierungsänderung unter dem Vorjahr. Das Gruppenergebnis ging um 16,9 Prozent zurück auf 9,4 Millionen Franken. Die Umsatzrendite nahm gegenüber dem Vorjahr von 5,6 Prozent auf 8,5 Prozent zu. Die Bilanzsumme hat sich im ersten Semester um 4,1 Prozent auf 334,9 Millionen Franken reduziert. Die Eigenkapitalquote steigt im Vergleich zum Jahresbeginn um 1,1 Prozentpunkte auf 76,7 Prozent leicht an und widerspiegelt die gesunde Finanzsituation der NZZ-Mediengruppe.

Ausblick: Wachstum im Nutzermarkt durch digitale Transformation

Im 2. Halbjahr 2019 strebt die NZZ-Mediengruppe weiterhin ein Wachstum im Nutzermarkt an. Um dieses Ziel zu erreichen, liegt der Fokus unverändert auf wichtigen strategischen Umsetzungsinitiativen wie die digitale Transformation zu "digital/mobile first", Kundenwachstum in der Schweiz und Deutschland sowie laufend zu optimierenden Produktangeboten. Auch im zweiten Halbjahr bleiben ein konsequentes Kostenmanagement sowie die Umsetzung von Effizienzsteigerungsmassnahmen notwendig.
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