NZZ-Bilanz

Mehr Abonnenten, weniger Werbeeinnahmen

   Artikel anhören
Wichtige KPIs der NZZ für 2020 (Anm.: 1 = Entspricht Verhältnis von Nutzermarktumsatz/(Nutzermarktumsatz+Werbemarktumsatz)
© NZZ
Wichtige KPIs der NZZ für 2020 (Anm.: 1 = Entspricht Verhältnis von Nutzermarktumsatz/(Nutzermarktumsatz+Werbemarktumsatz)
Die NZZ-Mediengruppe, die künftig nur noch unter der Marke NZZ auftreten will, hat ihren Jahresbericht für 2020 vorgelegt. Der Gewinn lag mit 15,3 Millionen CHF 17 Prozent unter dem des Vorjahres.

Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2020 nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 221,1 Millionen CHF. Das bedeutet einem Rückgang um vier Prozent gegenüber 2019. Trotzdem gelang es, das Betriebsergebnis (Ebit) leicht um 0,1 Millionen auf 17,6 Millionen CHF zu erhöhen. Als Gründe dafür führt NZZ eine Umsatzsteigerung im Nutzermarkt, ein Wachstum im digitalen Werbemarkt und Kostenreduzierungen an.


Demnach erhöhte sich die Zahl digitaler Abonnenten gegenüber dem Vorjahr um etwa 83 Prozent. Dazu habe die Umsetzung des Bezahlmodells für Online-Inhalte massgeblich beigetragen. Durch einen Abonnentenzuwachs um 23,5 Prozent auf insgesamt 205.000 zahlende Abonnenten kletterte der Lesermarktumsatz um fünf Prozent.

Demgegenüber stand ein deutlicher Umsatzeinbruch im Print-Werbemarkt, der laut NZZ weit über den erwarteten strukturell bedingten Einbussen lag. Das Unternehmen verzeichnete im Berichtsjahr eine Abnahme des Werbeumsatzes von 22 Prozent gegenüber 2019. Der Werbemarkt Digital allerdings legte dank der Akquisitionen der ArchDaily-Gruppe und der Zulu5 AG sowie neuer Angebote und Kooperationen um insgesamt 17 Prozent zu. Ein Minus musste NZZ im Veranstaltungsbereich wegen fehlender Teilnahmegebühren und Ticketeinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen. Bei der Kompensation der Rückgänge im Werbemarkt Print und der Einbussen im Veranstaltungsgeschäft halfen dem Unternehmen Kostensenkungen und staatliche Unterstützungsbeiträge.

Der Verwaltungsrat beantragt, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten.

Kommentare

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

    stats