Night of Light

Eventbranche sendet Notsignal

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Am 22. Juni wollen sich die Player auf dem Veranstaltungssektor solidarisch zeigen
© Screenshot nightoflight.ch
Am 22. Juni wollen sich die Player auf dem Veranstaltungssektor solidarisch zeigen
Die Corona-Pandemie trifft die Unternehmen aus dem Umfeld der Live-Kommunikation hart. Dem Wirtschaftszweig ist durch die behördlichen Auflagen weitestgehend die Wirtschaftsgrundlage entzogen. Darauf wollen die betroffenen Unternehmen in der Schweiz sowie in Deutschland und Österreich am kommenden Montagabend mit der "Night of Light" aufmerksam machen.
Veranstalter, Dienstleister und Location-Betreiber sind aufgerufen, am 22. Juni von 22 Uhr bis 24 Uhr solidarisch ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit rotem Licht anzustrahlen. Mit der Aktion "Night of Light" soll einerseits auf die schwierige ökonomische Situation hingewiesen werden, andererseits und dessen ungeachtet ein positives emotionales Signal über Ländergrenzen hinweg gesendet werden, dass die Branche in den Startlöchern steht, um ihr Business wieder aufzunehmen.


Eine gemeinsame Mitteilung von der Expo Event Swiss LiveCom Association, dem Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe SVTB und der Swiss Music Promoters Association SMPA weist darauf hin, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft einen Gesamtumsatz von etwa 70 Milliarden CHF generiert. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzte, könne der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Erste Analysen gingen von einem Umsatzausfall in Höhe von 80 bis 100 Prozent im Zeitraum von März bis mindestens August, eher Oktober aus.

Trotz anfänglichen Zusicherungen des Bundesrates fühlen sich laut der Mitteilung insbesondere die KMU und die Selbständigen der Branche im Stich gelassen. Durch die Streichung der Kurzarbeit für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung und der Änderungen im Erwerbsersatz für Selbständige verschlechterten sich die Aussichten dieser Akteure noch einmal deutlich. Die Branche fordert unter anderem mehr Planungssicherheit für die Zeit vom 1. September an und ein Bewusstsein für die Zeithorizonte im Veranstaltungsgeschäft. Der Vorlauf für einen Neustart dauere je nach Veranstaltung zwischen vier und acht Monaten.
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