"Nielsen Consumers 2019 Schweiz"

Werbeausgaben des Detailhandels um 16 Prozent gestiegen

Nielsen hat jetzt zum dritten Mal einen Überblick über die Schweizer Handelslandschaft publiziert
© Coop/Heiner H. Schmitt Jr.
Nielsen hat jetzt zum dritten Mal einen Überblick über die Schweizer Handelslandschaft publiziert
Die Brutto-Werbeaufwendungen des Schweizer Einzelhandels haben sich laut Nielsen im vergangenen Jahr auf 7,1 Milliarden CHF belaufen. 2017 waren 6,1 Milliarden CHF.

Was den prozentualen Anteil an den Werbeausgaben angeht, liegt Außenwerbung der Auswertung “Nielsen Consumers 2019 Schweiz” zufolge mit 36 Prozent auf Platz eins. Rang zwei teilen sich TV und Print mit jeweils 25 Prozent – Auf diese Werbeträger entfielen 2017 noch die höchsten Spendings. „Eine spannende Entwicklung unter Anbetracht des verschärften Wettbewerbs im Spannungsfeld um die Gunst der Aufmerksamkeit des Konsumenten”, sagt Klaas Louis Springer, Market Leader von Nielsen in der Schweiz.



Insgesamt hat der Umsatz des Detailhandels nach Angaben von Nielsen leicht auf 33,8 Milliarden CHF zugelegt (+1,5% gegenüber 2017). Die Anzahl der Geschäfte ist dabei seit Jahren rückläufig: 2018 reduzierte sie sich auf 6.625.

Die Umsatzanteile der verschiedenen Einzelhandelstypen haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Die kleinen und großen Supermärkte (+0,3% beziehungsweise +0,4%), Superettes (+0,3%) sowie Harddiscounter (+0,8%) verzeichneten ein kleines Umsatzplus. Gleichbleibend stabil blieben die Umsätze bei den Hypermärkten und den Traditional Grocers.


Die Neigung der Verbraucher zu Spontankäufen hat zugenommen. 64 Prozent der Konsumenten geben an, ihre Einkäufe nicht zu planen, das sind im Vergleich zum Vorjahr vier Prozentpunkte mehr. Demgegenüber planen 69 Prozent ihren Einkauf im Voraus (-4%).

Nach wie vor suchen die Schweizer gern nach Sonderangeboten. 61 Prozent der Konsumenten bevorzugen spezielle Angebote bei der Deckung ihres täglichen Bedarfs (-2% versus 2017). Das Vergleichen der Preise nimmt jedoch ab. So vergleicht nur noch jeder zweite Konsument die Preise von Eigenmarken und Marken, während es im Vorjahr noch 57 Prozent waren. 28 Prozent kauften gegenüber 2017 mehr Eigenmarken.

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